Altdorf wird noch schöner - Sanierung in Bovenden geht weiter

+
Ruhezonen vorhanden: In Bereichen des Altdorfes von Bovenden sind auch Bänke und Tische aufgestellt worden,

Bovenden. Es ist viel passiert: Das Altdorf in Bovenden wird seit sieben Jahren saniert. Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Städtebaufördermaßnahme „Stadtumbau-West“, mit der alte Dorfkerne erneuert und wieder attraktiver werden sollen. In Bovenden fehlen bis zum Abschluss des Umbaus noch fünf weitere Abschnitte.

In diesem Jahr soll der sechste Abschnitt fertiggestellt werden, sagt Bürgermeister Thomas Brandes (SPD). „Wir erneuern neben Straßen und Plätzen auch unsere Kanäle.“ Derzeit würden beispielsweise alte Mischwasserleitungen erneuert und Schmutz- und Regenwasserkanäle getrennt verlegt.

Kosten für Kanalbau

In der Städtebauförderung sei zwar nur finanzielle Unterstützung für den Straßenbau und die Neugestaltung von Plätzen vorgesehen. Die Kosten für Kanalsanierungen müsse die Gemeinde deshalb selbst tragen, sagt Brandes. „Es macht aber Sinn, die Kanäle direkt mit zu erneuern, weil die Straßen dann sowieso aufgerissen sind.“

Auch Treffpunkte für Menschen sind entstanden, wie hier Am Thie mit Blick auf das Alte Amtshaus.

Bisher habe das Programm „Stadtumbau-West“ den öffentlichen Straßenbau sowie private Sanierungen an Häusern im Altdorf mit 1,5 Millionen Euro gefördert. Für den Straßenbau habe Bovenden seit Beginn des Umbaus etwa drei Millionen Euro investiert, von privaten Eigentümern seien 380 000 Euro in die Häusersanierung geflossen, sagt der Bürgermeister.

Begegnungsplätze sind da

„Der Vorteil des Programms ist, dass wir Mittel zur Gestaltung öffentlicher Plätze bekommen.“ So könnten Begegnungsplätze geschaffen werden. Würden Dörfer wieder interessanter, könnte so auch dem demografischen Wandel entgegengewirkt werden, findet Brandes.

Bisher hätten in Bovenden besonders zwei Plätze von der Sanierung profitiert: Thie-Platz und der Bereich vor dem Alten Rathaus. Auf dem Thie-Platz findet nun jedes Jahr der Adventsmarkt statt und vor dem Alten Rathaus hätten nicht nur Bänke aufgestellt werden können, erzählt Brandes. „Wir konnten eine Elektroladesäule installieren. Dort machen jetzt viele Fahrradfahrer Rast.“

Bis das komplette Altdorf zeitgemäß saniert sei, fehlen noch fünf weitere Abschnitte. Mit dem ersten wurde bereits 2011 begonnen.

Thomas Brandes

Ob die in fünf Jahren fertig sind, sei aber noch unklar. „Wir haben bisher jedes Jahr einen Abschnitt abschließen können. Das ist eine Herausforderung“, sagt Bürgermeister Brandes, dem es sicherlich auch gefallen würde, wenn noch mehr Privateigentümer ihre Häuser sanieren und einige Leerstände verschwinden würden. (chm/tko) Archivfoto: Lawrenz

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.