Azubi-Wette bringt viel Geld für „Babyspule“-Projekt der Uni-Klinik

Diagnose-Spulen im Vergleich: Dr. Michael Steinmetz, Oberarzt in der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin der UMG, zeigt links eine Diagnose-Spule für Erwachsene, rechts die Babyspule. Foto: UMG/nh

Göttingen. Diese Wette brachte weit mehr ein, als angenommen: 11.308,12 Euro übergaben zehn Auszubildende der Göttinger Real-Märkte an die Universitätsmedizin Göttingen.

Ursprünglich hatten sie gewettet, am Samstag vor dem Valentinstag 1000 Euro zusammenzubringen. Das Geld sollte in die Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin der UMG fließen – den Kauf eines dort dringend benötigten Diagnosegerätes einer „Babyspule“ ermöglichen.

Dann spannte sich das Göttinger Anzeigenblatt Blick vor den Werbe-Karren. Die Real-Auszubildenden verteilten 2.400 Rosen und Schoko-Herzen zum Valentinstag an Kunden und bekamen dafür Spenden – in der Summe von 6.093,12 Euro. Über die Spendenaufrufe in Blick, Göttinger Tageblatt und HNA kamen noch einmal 5.215 Euro dazu.

Auch Prominente hatten die Aktion unterstützt.

Prof. Dr. Thomas Paul, Direktor der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin war begeistert, als ihm am Freitag die Spende übergeben wurde: „Es ist nicht alltäglich, dass sich junge Leute für eine gute Sache einbringen. Deshalb freuen wir uns besonders über den Erfolg dieser Spendenaktion. Sie helfen mit, kleinen herzerkrankten Kindern die Untersuchungen leichter zu machen“, sagte Professor Thomas Paul.

Die Auszubildenden konnten sich dann noch eine „Babyspule“ anschauen, die ein Hersteller der Kinderherzklinik eigens für den Termin bereitgestellt hatte.

Es kann die besonders feinen Strukturen kindlicher Herzen im Echtzeit-MRT dem Arzt in hoher Auflösung darstellen. Die Kinderherzklinik der UMG will den Nutzen und die Verwendung solcher beweglicher „Antennen“ wissenschaftlich begleiten.

Die forschenden Ärzte sind zuversichtlich, dass sie die Untersuchungszeit für die jungen Patienten von bislang etwa eineinhalb Stunden unter Vollnarkose mit der neuen Baby-Spule und dem Echtzeit-MRT-Verfahren auf dann nur noch 20 bis 30 Minuten senken können. Noch besser: Auf die belastende Vollnarkose könnte verzichtet werden. Das wäre ein enormer Fortschritt.

Bevor es dort eine eigene „Babyspule“ geben wird, muss noch weiter Geld gesammelt werden. Mit jetzt 27.493 Euro konnten bisher etwa 60 Prozent der notwendigen Summe von 45.000 Euro, erzielt werden. (tko)

• Wer spenden will kann das tun: Universitätsmedizin Göttingen, IBAN: DE98 2605 0001 0000 0014 20, BIC: NOLADE21GOE, Stichwort: Real-Herzwette. Weitere Infos unter: www.kinderherzklinik.de/Grosses-Herz

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.