Beobachtungen aus Hannover: Ministerpräsident Weil und das weiße Lamm

Korrespondent in Hannover: Peter Mlodoch Foto: nh

Göttingen/Hannover. Unser Korrespondent in der Landeshauptstand Hannover, Peter Mlodoch, berichtet über wichtige und unwichtige Dinge am Rande des politischen Wochenprogramms und Geschehens.

Patenschaft

Eine besondere und ungewohnte Verantwortung bekommt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) aufgetragen. Der Regierungschef übernimmt am nächsten Mittwoch auf der Messe „Euro-Tier“ in Hannover die Patenschaft für ein weibliches Lamm. Damit folgt er der Bitte des Fördervereins der deutschen Schafhaltung. „Auch so etwas gehört zu den Aufgaben des niedersächsischen Ministerpräsidenten“, erklärte Regierungssprecherin Anke Pörksen. Patenonkel Weil darf dabei auch den Namen für das kleine Schaf aussuchen. Ob seine Wahl auf „Anke“ fällt, ist allerdings nicht ausgemacht.

Winter-Chaos

Das erste Winter-Chaos bei der Bahn hat die Grünen-Abgeordnete Susanne Menge zur poetischen Hochform auflaufen lassen. Die Verkehrsexpertin der Landtagsfraktion saß auf dem Heimweg von Hannover nach Oldenburg bei Seelze in einem Intercity fest und ließ die Außenwelt via E-Mail an ihren Erlebnissen teilhaben. „Schneeflocken, so groß und bedrohlich wie der kleine Fingernagel eines Neugeborenen, senken sich leicht zu Boden“, dichtete Menge, um sich sodann ihren Mitreisenden zu widmen. „Mein Nachbar fragt bereits nach der dritten Flasche Piccolo.“ Gymnastik, Telefonate, Feueralarm durch Zigarettenqualm, ein frierender Unbekannter, der plötzlich im Abteil auftaucht – all das hätte sicher auch das Zeug für einen Roman. Langweilig war die Zwangspause jedenfalls nicht.

Hannover-Straße in China

Warum denn in die Ferne schweifen? Nach seinem mühseligen Trip in die chinesische Millionenmetropole Changde (Provinz Hunan) zur festlichen Eröffnung der dortigen Hannover-Straße hat es Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) nun deutlich näher und leichter. Das Stadtoberhaupt befindet sich derzeit im französischen Rouen in der Normandie, um dort mit seinem Amtskollegen Yvon Robert die seit 50 Jahren bestehende Städtepartnerschaft zu zelebrieren. Und was die Chinesen können, können die Franzosen natürlich auch. Zum Jubiläum weihen sie einen Hannover-Platz ein und enthüllen dazu das offizielle Straßenschild „Place de Hanovre“.

SPD-Fettnapf

Schadenfreude kann schnell nach hinten losgehen: Voller Häme berichtete die SPD von einem Fauxpas der CDU und der FDP im Terrorausschuss des Landtages. Die Oppositionsabgeordneten hatten gerügt, dass Innenstaatssekretär Stephan Manke (SPD) zwar der Landespressekonferenz (LPK) seine Aufwartung mache, nicht aber im Gremium selbst erscheine. Das war falsch, Manke war gar nicht in der LPK – offenbar eine Verwechslung. Die Genossen aber lästerten per SMS kräftig über diese „Blamage“. Dumm nur, dass ihnen dabei selbst ein dummer Fehler unterlief: Mankes Name war mit einem „h“ geschrieben.

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