Bessere Infos bei Einsätzen: Göttinger Polizei setzt auch auf Twitter

Schnell informieren: Das will die Polizei jetzt auch auf Twitter. Foto: dpa

Göttingen. Die Polizei Göttingen wird in Zukunft bei Einsätzen auch auf dem Kurznachrichtendienst Twitter vertreten sein. „Für entsprechende Großlagen ist dieses soziale Medium durch das Landespolizeipräsidium freigegeben worden.

Das sagte Uwe Lührig, Präsident der Polizeidirektion Göttingen in einem Interview mit unserer Zeitung.

Bis vor Kurzem war die Nutzung von Twitter bei der Polizei Niedersachsen noch nicht vorgesehen gewesen.

Grund dafür, die Informationsarbeit neben Facebook auch mit der Plattform, auf der telegrammartige Kurznachrichten versendet werden können, zu starten, sei auch der Amoklauf in München gewesen. Die Polizei dort hatte auf Twitter über Gefahren, die aktuelle Situation berichtet und Ratschläge gegeben. „Handlungen der Polizei wurden so für alle nachvollziehbar“, erklärt Uwe Lührig.

In Göttingen hätten die Beamten bei der NPD-Kundgebung und Gegendemonstration vor dem Bahnhof am Wochenende in Göttingen ausgezeichnete Erfahrungen mit der Verbreitung von schnellen Infos via Facebook gehabt. „Das werden wir weiter beibehalten.“ Man habe am Wochenende so immer wieder Gerüchten vorbeugen und transparent die taktischen Maßnahmen erklären können.

Eine Arbeitsgruppe in Hannover hatte die Einsatzmöglichkeiten von Twitter bereits seit einiger Zeit getestet. Die Ereignisse um Twittermeldungen in München führten nun offensichtlich auch zu einer schnelleren Freigabe in Niedersachsen.

In Göttingen bereite man sich vor dem Hintergrund der sehr positiven Erfahrungen konzeptionell auf die Twitter-Nutzung vor.

Mitarbeiter würden fortgebildet, um dann schnell und professionell neben Facebook auch Twitter nutzen zu können, sagt Uwe Lührig.

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