Kreis schafft neue Katastrophenschutz-fahrzeuge an

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Neue Fahrzeuge für den Bevölkerungsschutz: Die ersten Exemplare wurden im Katastrophenschutz-Depot des Landkreises in Bovenden vorgestellt. 

Bovenden. Der Katastrophenschutz im Landkreis Göttingen bekommt zurzeit neue Fahrzeuge. Außerdem steht für die wichtige Arbeit ein neues Depot in Bovenden zur Verfügung.

Zentrale Bausteine des neuen Katastrophenschutzkonzeptes sind 19 neue Fahrzeuge. Die ersten Exemplare, die in der Regel dezentral bei den Hilfsorganisationen untergestellt sind, wurden in dieser Woche vorgestellt. Hinzu kommen fünf Anhänger. Noch sind nicht alle Fahrzeuge beziehungsweise deren Ausstattung geliefert, aber es ist alles bestellt, machte Landrat Bernhard Reuter (SPD) deutlich. Gut 1,2 Millionen Euro gibt der Landkreis dafür aus. Es handelt sich um Gebraucht- beziehungsweise Vorführfahrzeuge. Der Bund hatte sich aus der Finanzierung zurückgezogen. Bei der Realisierung des Projekts hat der Landkreis eng mit den Hilfsorganisationen der Region zusammengearbeitet. Dazu zählen Feuerwehr, Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter-Unfall-Hilfe, Deutsches Rotes Kreuz, Rettungshundestaffel Göttingen im Bundesverband Rettungshunde sowie Technisches Hilfswerk.

Die Ausstattung wird insbesondere bei Katastrophenlagen, wie zum Beispiel einem Hochwasser, benötigt. Im Depot im Industriegebiet ist zusätzlich Material, zum Beispiel Feldbetten, eingelagert.

Folgende Fahrzeuge können im Ernstfall zum Einsatz kommen:

• Gerätewagen Betreuung: Auf ihm werden alle notwendigen Materialien verladen, um Menschen vorübergehend mit Essen und Getränken versorgen zu können – zum Beispiel in Notunterkünften.

• Gerätewagen Logistik: Auf ihm wird unter anderem Werkzeug und Material für den Hochwasserschutz verstaut.

• Gerätewagen Nachschub: Mit ihm kann im Einsatzfall schnell zusätzliches benötigtes Material herangeschafft werden.

• Gerätewagen Wasserrettung: Er kann beispielsweise nach Unfällen in Seen und Flüssen zum Einsatz kommen.

• Krankentransportwagen und Rettungstransportwagen: Sie sind bei der Behandlung und dem Transport von Verletzten wichtig.

• Notarzteinsatzfahrzeug: Mit ihm können Notärzte unabhängig vom Krankenwagen zu Unfallstellen gefahren werden.

• Bereitschaftsdienstfahrzeug: Es kommt zum Einsatz, um Gemeindefeuerwehren zu unterstützen – beispielsweise, wenn schnell zusätzlich Atemschutzgeräte benötigt werden.

• Wechselladerfahrzeug: Mit diesem Lkw kann die Umweltfeuerwehr offene Stahlcontainer transportieren. Das war nach dem Gefahrgutunfall auf der A 7 Ende 2014 ganz entscheidend.

Eine besondere Auszeichnung gab es für Günther Schrader: Er engagiert sich seit 40 Jahren in der Fernmeldezentrale des Landkreises und leitet seit 25 Jahren die wichtige Einrichtung, die im Ernstfall die Kommunikation zwischen den Einheiten und der Einsatzleitung sicherstellt. 

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