Pro Nonnenstieg sammelt Unterschriften

Göttinger Verein will Bebauung des IWF-Geländes neu planen

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So soll das ehemalige IWF-Gelände am Nonnenstieg nach dem Willen der Investoren aussehen: Die Bürgerinitiative lehnt diese Planungen ab und sammelt ab sofort Unterschriften für einen Einwohnerantrag

Göttingen. Die Bürgerinitiative Pro Nonnenstieg will nun mit einem Einwohnerantrag durchsetzen, dass die künftige Bebauung des früheren Geländes des Institutes für den wissenschaftlichen Film (IWF) neu geplant wird.

Der entsprechende Antrag, den Einwohner Göttingens ausfüllen können, steht ab sofort im Internet zum Herunterladen bereit.

Die Bürgerinitiative, die künftig ein eingetragener Verein sein wird, möchte ein von Grund auf neues und transparentes Gutachterverfahren. Die Mitglieder sind enttäuscht, dass die Stadt weiterhin an den Planungen des Investors für das IWF-Gelände festhalten will. „Man wollte den Anwohnern seitens der Stadtverwaltung zwar mit einer Herabsetzung der Geschossflächenzahl und entsprechender Modifikation entgegenkommen. Diese nur sehr leichte Veränderung ist für Anwohner und Nachbarn aber aufgrund der Geringfügigkeit nicht akzeptabel“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Da das gesetzlich vorgesehene Prozedere für den Neubau aus Sicht von Pro Nonnenstieg auf den Kopf gestellt wurde, sei es jetzt erforderlich, dass das Verfahren neu und transparent aufgerollt wird.

3500 Unterschriften notwendig

„Der Einwohnerantrag ist ein weithin unbekanntes Instrument der direkten Demokratie“, heißt es weiter. Das bekanntere Verfahren des Bürgerbegehrens könne in der Bauleitplanung nicht angewandt werden.

Für einen erfolgreichen Einwohnerantrag sind 3500 Unterschriften von Göttingern notwendig. Sie müssen mindestens 14 Jahre alt sein und mehr als drei Monate ihren Wohnsitz in der Universitätsstadt haben. Vertrauensleute der Unterschriftensammlung sind Burkhard von Samson, Vorsitzender des künftigen Vereins „Pro Nonnenstieg“, und Pressesprecher Arnold von Zepelin. (bsc)

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.pro-nonnenstieg.de

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