Diskussion um Ende von Professur: Studierende fordern Verlängerung

Universität Göttingen: Auf dem Campus wird derzeit über eine Personalie diskutiert. Archifoto: zsh

Göttingen. Um das Ende eines befristeten Anstellung von Professor Dr. Samuel Salzborn hat sich eine Diskussion in Universität Göttingen entzündet. Die Uni-Leitung weist Vorwürfe von Studenten zurück.

„Die Professur für Grundlagen der Sozialwissenschaften, die für die Lehre an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät sehr wichtig ist, wird nicht gestrichen, sondern soll mit Mitteln des Hochschulpaktes 2020 erneut befristet ausgeschrieben werden“, machte die Universitäts-Leitung in einer Stellungnahme deutlich. Zur Personalsache selbst will sich die Pressestelle nicht äußern.

Enge Abstimmung

Die Entscheidung des Präsidiums sei in enger Abstimmung mit dem Dekan der Sozialwissenschaftlichen Fakultät getroffen worden. Eine Schwächung der Fakultät sei in keiner Weise beabsichtigt – vielmehr sei geplant, die Fakultät zukünftig deutlich zu stärken. Uni-Präsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel ist bereit, den Studierenden den Vorgang in einem Gespräch zu erläutern, so heißt es.

Der Fachschaftsrat der Fakultät stellt sich klar auf die Seite von Prof. Dr. Salzborn, dessen Vertrag im kommenden Jahr endet. Er ist aus Sicht der Studierenden die tragende Säule des Studienbetriebs. „Der Studiengang ist wiederum der erfolgreichste an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät, als auch in dieser Form ein Alleinstellungsmerkmal der Universität Göttingen“, heißt es in einem offenen Brief. Und abschließend: „Wir sind empört über das Verhalten des Präsidiums und fordern, die fortwährende Marginalisierung unserer Fakultät und ihrer Fächer zu beenden und den Vertrag mit Prof. Dr. Salzborn zu verlängern.“ (bsc)

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