Drei Millionen aus Berlin fließen für Sanierung ins KAZ/JT-Gebäude

Von Außen saniert, von innen marode: Das Otfried-Müller-Haus, Heimstätte für Junges Theater (JT) und KAZ - Kulturzentrum am Wochenmarkt in Göttingen: Jetzt kommen drei Millionen Euro für eine Sanierung aus Berlin. Die Stadt muss noch einmal so viel drauflegen. Foto: Kopietz

Göttingen. Vor einer Woche hatte Thomas Oppermann bei einem Besuch im Jungen Theater/KAZ-Gebäude angedeutet, dass möglicherweise Geld aus dem Bundeshaushalt für eine Sanierung kommen könnte. Der Konjunktiv ist nun nicht mehr nötig: Drei Millionen Euro werden aus Berlin in das Otfried-Müller-Haus am Wochenmarktplatz/Hospitalstraße 6 fließen.

Das verkündeten zeitgleich am Freitag die Göttinger Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD) und Fritz Güntzler (CDU), nachdem der Haushaltsausschuss des Bundestages das Geld für 2017 freigegeben hatte.

Das drei Millionen Euro für die dringend notwendige Sanierung (wir berichteten), die etwa sechs Millionen Euro kosten soll, kommt aus dem Haushalt der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien.

Durch eine Modernisierung und einen zielgerichteten Umbau des 1836 erbauten Gebäudes, das in städtischem Eigentum ist, ermögliche man dem Jungen Theater und dem Kommunikations- und Aktionszentrum KAZ neue Möglichkeiten für Projekte, Veranstaltungen und Kunstformen, betont das Abgeordneten-Duo.

„Gleichzeitig erfährt das ganze Quartier am Wochenmarkt eine städtebauliche Aufwertung.“ So soll auch der Haupteingang von KAZ und JT zum Wochenmarkt hin geöffnet und einen repräsentativen Empfang bieten.

Der Erhalt der kulturellen Einrichtungen sei wichtig, weil sie mit ihren Angeboten „kulturelle Begegnungen von Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts und sozialen Status sowie nationalen und ethnischer Herkunft förderten.

Mit dem Geld soll das Gebäude funktionaler und behindertenfreundlicher werden. Darüberhinaus ist auch eine bauliche Erhaltung notwendig.

Nun werden die Nutzer und die Stadt ein Sanierungskonzept erarbeiten. (tko)

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