Feier im Neuen Rathaus in Göttingen: Willkommen für neue Bürger

Jetzt mit deutscher Staatsangehörigkeit: Die Stadt Göttingen hat zehn neue Bürger aus neun verschiedenen Ländern begrüßt. Foto: Müller

Göttingen. Die Stadt Göttingen hat bei ihrer monatlichen Einbürgerungsfeier zehn neue Bürger mit der deutschen Staatsangehörigkeit begrüßt. Für ihre Einbürgerung mussten sie einen Test bestehen und nachweisen, dass sie Deutschkenntnisse besitzen.

Aus dem Libanon, Thailand, Pakistan, Rumänien, Polen, dem Iran, Tschechien, Griechenland und Kroatien kommen die Frauen und Männer, denen Joachim Rogge, Fachdienstleiter für Einwohnerangelegenheiten, die wichtigen Urkunden überreichten. Dass nur zehn Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft erhielten, sei ungewöhnlich, sagte Rogge. „Normalerweise werden jeden Monat etwa 30 eingebürgert.“

Trotz der neuen Bürger müsse Göttingen noch offener werden, sagt Rogge. „Wer an unserer Gesellschaft teilhaben will und unsere Regeln akzeptiert, sollte bei uns auch ein Zuhause finden können.“

Ein Zuhause in Deutschland hat die 23-jährige Roya Piria schon gefunden. Sie war zum Studieren aus dem Iran nach Deutschland gekommen, ihr Vater lebt bereits seit zehn Jahren hier und besitzt ebenfalls die deutsche Staatsangehörigkeit. „Ich wollte unbedingt dazugehören“, sagt sie. Und sie gehört dazu: Weil aus ihrer Familie niemand zur Feier kommen konnte, begleiteten zwei ihrer Freundinnen die junge Frau. „Wir wollten sie das nicht alleine machen lassen. Deshalb haben wir sie hier überrascht.“

Anisoara Moldovan aus Rumänien wollte mit anderen rechtlich gleichgestellt sein. „Mir ist es wichtig in dem Land, in dem ich lebe, an Wahlen teilnehmen zu können.“ Zudem sei ihr Mann Deutscher, ihre Tochter in Deutschland geboren. „Ich will zeigen, dass ich zu ihnen gehöre.“ (chm)

Das sind die Voraussetzungen für die Einbürgerung

Die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten Menschen, die nachweisen können, dass sie ihren Lebensunterhalt in Deutschland verdienen und Deutsch sprechen.

Zudem müssen sie einen Einbürgerungstest bestehen. Bevor es aber zur Einbürgerung kommt, muss die alte Staatsangehörigkeit aufgegeben werden.

Ausnahmen sind nur für diejenigen möglich, die aus einem EU-Land kommen oder aus einem Staat, der seine Bürger nicht aus der Staatsangehörigkeit entlässt. (chm)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.