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Flüchtlinge in Friedland experimentieren bei "Physik im Advent"

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Von: Per Schröter

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Physik für Flüchtlinge: Konstantin Lehmann erklärte den Kindern das Experiment. Klar, dass die drei Jungen ganz aufmerksam zuhörten.
Physik für Flüchtlinge: Konstantin Lehmann erklärte den Kindern das Experiment. Klar, dass die drei Jungen ganz aufmerksam zuhörten. © Schröter

Friedland. Tolle Stimmung herrschte am Montagnachmittag im Grenzdurchgangslager Friedland bei den 30 Teilnehmern der Aktion „Physik für Flüchtlinge“.

Die großen Augen des kleinen syrischen Jungen leuchten. In der einen Hand hält er einen Zettel, in dessen Mitte in bunten Buchstaben Kohlendioxid geschrieben steht. Mit der anderen Hand hält er den Stihl eines Weinglases genau über die Schrift. Als er durch das Glas guckt und sieht, dass die Schrift plötzlich auf dem Kopf steht, fängt er an zu lachen.

Die Erstaufnahmeeinrichtung Friedland ist eine von knapp 20 Einrichtungen deutschlandweit, die das Projekt „Physik für Flüchtlinge“ vom 1. bis zum 24. Dezember anbieten. Organisiert und initiiert wird es vom Verein Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) und der Georg-August-Universität Göttingen. Finanzielle Förderung dafür kommt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Auf Grundlage des internetbasierten physikalischen Adventskalenders Physik im Advent (PiA) experimentieren täglich hunderte freiwillige Helfer mit Kindern und Jugendlichen vor Ort. „Die Experimente können mit haushaltsüblichen Materialien und unter Anleitung leicht nachgemacht werden“, sagt DPG-Vorstand Prof. Arnulf Quadt, der sich zusammen mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann ein Bild von der Veranstaltung machte. „Das physikalisch-spielerische Experimentieren soll den Kindern und Jugendlichen in den Einrichtungen eine Ablenkung vom Alltag bieten und stellt eine Geste der Willkommenskultur dar“, sagte Quadt. Außerdem sollen die Experimente bei den Teilnehmern das Interesse an der Physik wecken. Weitere Infos gibt es im Internet. (per)

www.physik-im-advent.de

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