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Neues Projekt: Flüchtlingskinder in Friedland lernen Deutsch mit Musik

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Von: Per Schröter

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Waren bei einer Unterrichtsstunde im Grenzdurchgangslager Friedland dabei: Liz Mohn, Doris Schröder-Köpf und Frauke Heiligenstadt (hinten von links). Die Flüchtlingskinder haben sichtlich Spaß beim Musizieren. Foto: Per Schröter
Waren bei einer Unterrichtsstunde im Grenzdurchgangslager Friedland dabei: Liz Mohn, Doris Schröder-Köpf und Frauke Heiligenstadt (hinten von links). Die Flüchtlingskinder haben sichtlich Spaß beim Musizieren. © Per Schröter

Friedland. Das Land Niedersachsen und die Bertelsmann Stiftung haben am Donnerstag gemeinsam das Pilotprojekt „Musik, Sprache, Teilhabe" im Grenzdurchgangslager Friedland gestartet.

Junge Flüchtlinge mit musikalischen Elementen beim Lernen der deutschen Sprache unterstützen - so lautet das Ziel des Projektes. Für „Musik, Sprache, Teilhabe“ wird das Konzept der seit 2012 in Niedersachsen laufenden „Musikalischen Grundschule“ im Hinblick auf eine durchgängige Sprachbildung weiterentwickelt.

„Musik kann den Zugang zur Sprache erleichtern“, sagte Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD). Sie stellte das neue Projekt mit Liz Mohn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, sowie der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, in Friedland vor. „Rhythmus, Takt und Melodie gehören zur Musik und zur Sprache. Zwischen beidem gibt es deutliche Parallelen und Zusammenhänge“, sagte Heiligenstadt.

Positive Auswirkung

Man wisse, dass sich niedrigschwellige Lernmethoden und spielerisch-musikalische Elemente gerade in der ersten Phase des Erlernens einer neuen Sprache überaus positiv auswirken. „Daher möchten wir Lehrkräften, die sich in der Sprachförderung engagieren, zusätzliches didaktisches Handwerkszeug aus diesem Bereich mitgeben“, sagte die Kultusministerin. Sowohl in Spachlernklassen als auch in Förderkursen wie „Deutsch als Zweitsprache“ oder dem Sprachförderunterricht in Fördergruppen können die Inhalte von „Musik, Sprache, Teilhabe“ eingesetzt werden.

Liz Mohn von der Bertelsmann Stiftung betonte, dass Bildung eine zentrale Voraussetzung für eine soziale Integration und gesellschaftliche Teilhabe sei. „Das gemeinsame Pilotprojekt kann einen wichtigen Beitrag leisten, um sowohl das Potenzial und die Persönlichkeit der Teilnehmer zu fördern als auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken“, sagte sie. Weil die Bertelsmann Stiftung dazu beitragen wolle, das Recht von Flüchtlingskindern auf Bildung umzusetzen, werde diese das Projekt mit einem sechsstelligen Betrag fördern.

Auch für Doris Schröder-Köpf spielt Musik bei Fragen der Integration und Teilhabe eine wichtige Rolle: „Kinder und Jugendliche, die zu uns kommen, haben ihre vertraute Umgebung, Freunde und Familienangehörige zurücklassen müssen.“ Über die Musik könnten sie spielerisch einen Zugang zu ihrem neuen Umfeld entwickeln und auch etwas aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz mitteilen. „Musik, Sprache, Teilhabe ist ein tolles Projekt, das vielen Kindern und Jugendlichen eine wichtige Grundlage bietet, um sich in ihrer neuen Gesellschaft zurechtzufinden“, sagte Schröder-Köpf.

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