51-Jähriger war auch bereits als Gefängnisseelsorger im Göttinger Jugendgefängnis tätig

Thomas Harms ist jetzt Pastor im Grenzdurchgangslager Friedland

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Gottesdienst: Thomas Harms (rechts) übernahm das Amt des Lagerpastors. Oberlandeskirchenrat Dr. Christoph Künkel segnete ihn.

Friedland. Mit einem gut besuchten Gottesdienst in der Kapelle des Grenzdurchgangslagers Friedland wurde Thomas Harms am Dienstag in das Amt des Lagerpastors eingeführt.

Der 51-jährige Göttinger hat bereits eine bewegte Karriere innerhalb der evangelischen Kirche hinter sich. Neben mehreren Pfarrstellen (unter anderem in Rosdorf) war Harms auch als Gefängnisseelsorger im Göttinger Jugendgefängnis tätig und unterstützte zuletzt überdies die Straßensozialarbeit des Diakonieverbandes Göttingen.

Und als wäre das nicht schon genug, ist er auch noch kommunalpolitisch aktiv – als Ortsbürgermeister von Geismar. 2013 trat er als Direktkandidat der Grünen bei der Landtagswahl im Wahlkreis Göttingen/Hann. Münden an.

In Friedland tritt Thomas Harms die Nachfolge des langjährigen Lagerpastors Martin Steinberg an. „Wir freuen uns sehr, dass nach so kurzer Vakanz ein neuer Lagerpastor gefunden wurde“, betonte Superintendent Friedrich Selter, nachdem er die Verdienste des im Juli nach kurzer, schwerer Krankheit verstorbenen Steinberg gewürdigt hatte.

„Friedland ist in Niedersachsen und in der ganzen Welt ein Bild dafür, ankommen zu dürfen“, sagte Dr. Christoph Künkel, Oberlandeskirchenrat der Landeskirche Hannover, der Harms zusammen mit Lagerleiter Heinrich Hönschemeyer in sein neues Amt einführte. „Mit dem heutigen Tag reihen Sie sich in die Kette von Gnadensbildern ein, für die Friedland steht“, sagte Künkel an Harms gewandt.

Künkel habe den neuen Lagerpastor bei dessen Arbeit in Göttingen „so erlebt, dass Sie das, was Sie anpacken, auch zu Ende bringen“. Und weil es auch in Zukunft Menschen geben werde, die ihre Heimat verlassen müssen und nach Friedland kommen, habe die Landeskirche die Stelle des Lagerpastors jetzt auf eine ganze Stelle verdoppelt.

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