Weltweites Engagement

Zahnärzte-Hilfswerk: 150 Koffer voller Hoffnung für Flüchtlinge

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Die ersten Koffer für vier Familien im Lager Friedland: Die 150 Trolleys wurden vom Hilfswerk Deutscher Zahnärzte gestiftet. 

Friedland. 150 Koffer voller Hoffnung im Wert von 12.000 Euro hat das Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für die Flüchtlinge im Grenzdurchgangslager Friedland gespendet. 

Die Stiftung mit Sitz in Göttingen engagiert sich weltweit für Notgebiete.

Für 1000 Projekte in 60 Ländern habe sie insgesamt 33 Millionen Euro gespendet, weiß Stiftungs-Vorsteher Dr. Klaus Winter. Angesichts der zahllosen Flüchtlinge auf einer Station direkt vor der Haustür will die Stiftung auch dort helfen. Zum ersten Mal engagiert sie sich für das Grenzdurchgangslager Friedland.

Vorläufer des Hilfswerks war die 1981 gegründete Patenschaft niedersächsischer Zahnärzte für Lepragebiete. Der Göttinger Zahnarzt Carl-Heinz Bartels hatte sie ins Leben gerufen. Das Hilfswerk Deutscher Zahnärzte ging 1987 aus der Patenschaft hervor. „Wir wollen den Neuankömmlingen Hoffnung geben“, sagt Winter. Mehr als 80 Prozent seien Heranwachsende, junge Menschen im Alter von etwa 20 bis um die 40 Jahre. Wenn sie weiterzögen, haben sie nichts, um ihre Habseligkeiten zu verpacken, schildert Lagerpastor Martin Steinberg. Mit Tüten und Kisten gingen sie los, um ein neues Leben zu beginnen. Nun können sie besser ausgestattet werden. Schwangere Frauen, Familien mit kleinen Kindern und Kranke sollen die Trolleys bekommen und ihren Koffer voller Hoffnung aus Friedland mitnehmen.

Die Familien Mammo, Michitaryan, Astorian und Tapanyan waren die ersten, die von der Spende profitierten. Die Jüngste in der Gruppe war die winzige Anna: Vor zehn Tagen wurde sie im Grenzdurchgangslager Friedland geboren. (zul)

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