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Gauck nimmt Wünsche von syrischen Flüchtlingen auf

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Von: Thomas Kopietz

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Friedland. Bundespräsident Joachim Gauck hat am Donnerstagvormittag das Grenzdurchgangslager Friedland besucht und dort mit syrischen Flüchtlingen gesprochen, von denen am Montag dort erneut 135 eingetroffen waren.

„Wir bedanken uns sehr für die Hilfe hier in Deutschland, wir sind sehr glücklich darüber“, sagte ein junger Syrer und verband die eigenen guten Empfindungen mit Gedanken an die vielen Menschen, die noch in Syrien, im Libanon oder anderen Nachbarländern zum Teil unter schlimmen Bedingungen leben: „Ich bitte darum, dass Ihr Land noch mehr Flüchtlinge aufnimmt.“

Ein Wunsch, den viele der Flüchtlinge im Gespräch mit dem Bundespräsidenten aussprachen. Und Gauck versprach: „Ich weiß nicht, ob die Zahl, die wir jetzt aufnehmen, die richtige ist. Ich werde mich bei den politisch Verantwortlichen dafür einsetzen, dass mehr Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen werden.“

Der Sprecher der Organisation „Gesellschaft für bedrohte Völker“, Tilman Zülch, nannte eine Zahl: Er wünscht sich, dass 50 000 Flüchtlinge in Deutschland Sicherheit finden sollten. Die Gesellschaft fordert auch eine verstärkte Aufnahme von christlichen Flüchtlingen aus Syrien. Sie sind stark in der Unterzahl. Von den 135 am Montag in Friedland angekommenen waren nur drei Christen.

Gauck war mit seiner Lebensgefährting Daniela Schadt angereist. Der Besuch fand unter hohen Sicherheitsmaßnahmen statt, mehr als 100 Beamte waren im Einsatz.

Begrüßt wurde Joachim Gauck von Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD), der Hausherr der Landesbehörde Friedland ist. (tko)

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