Universität Göttingen muss nur für Medizinstudentin einen Platz schaffen

Gericht findet weniger verborgene Studienplätze

Göttingen. Die Universität Göttingen muss in diesem Wintersemester nur für das 2. Fachsemester im Studiengang Medizin über die festgesetzte Kapazität hinaus eine weitere Studentin aufnehmen.

Das hat die 8. Kammer des Verwaltungsgerichts Göttingen beschlossen und damit weit weniger verborgene Studienplätze entdeckt als in den Vorjahren. Die Uni hatte im Sommersemester 2012 sogar 46 Studenten zulassen müssen. 600 Studienplatzbewerber, die das Gericht um Hilfe gebeten hatten, gingen dabei leer aus.

Knapp 600 Antragstellerinnen und Antragsteller haben nun zum Wintersemester 2013/2014 erneut versucht, durch gerichtliche Hilfe einen Studienplatz an der Georg-August-Universität außerhalb der durch Verordnung festgelegten und vergebenen Studienplatzkapazität zu bekommen.

Anders als in den vergangenen Jahren akzeptierte das Gericht die vorgenommene Kapazitätsberechnung in den Studiengängen Psychologie, Human- und Zahnmedizin im Wesentlichen. Nur im 2. Fachsemester des Studiengangs Medizin wurde eine Bewerberin vom Gericht zugelassen.

Teilweise rückte die Kammer aufgrund neuer Informationen von ihrer früher vertretenen Rechtsauffassung ab, teilweise folgte die Uni den vom Gericht aufgestellten Vorgaben.

Die Beschlüsse haben die Aktenzeichen 8 C 477/13 u.a. (Humanmedizin), 8 C 507/13 u.a. (Klinische Medizin), 8 C 485/13 u.a. (Zahnmedizin) sowie 8 C 499/13 (Psychologie).

Gegen sie können die nicht zum Zuge gekommenen Antragstellerinnen und Antragsteller innerhalb von zwei Wochen Beschwerde bei dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg einlegen. (tko)

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