Gift-Infozentrum: 2015 mehr Anfragen nach Konsum von Designer-Drogen

Oft gefragt: Das Giftinformationszentrum (GIZ) Nord in Göttingen ist in Bürocontainern der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) untergebracht. Foto: Kopietz

Göttingen. Die Mitarbeiter im Giftinformationszentrum (GIZ) Nord haben viel zu tun: 2015 beantworteten sie 37.839 Anfragen von meist besorgten Menschen zum Thema Vergiftungen. Das waren deutlich mehr als im Vorjahr. Problem sind immer häufiger Vergiftungen durch synthetische Drogen.

Häufiger als 100 Mal pro Tag klingelte das Telefon oder schlugen E-Mails mit Fragen im Dienst der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) auf. Grund für die Anfragen sind meistens akute Vergiftungen.

Fragende waren zum Großteil Bürger (57 Prozent) und medizinisches Fachpersonal (43 Prozent). 2014 hatte das GIZ-Nord 36.491 Anfragen verzeichnet. 2015 zeichnete sich auch ein neuer, bedenklicher Trend ab: Die Zahl der Anfragen zu Vergiftungen durch Designer-Drogen oder synthetisch hergestellten Rauschmitteln nimmt zu.

Das GIZ-Nord ist für die Bundesländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zuständig. In Deutschland gibt es acht ähnliche Zentren für Vergiftungsanfragen. Für Hessen ist Mainz zuständig.

• Infos: www.giz-nord.de

• Notrufnummer (24-Stunden): GIZ-Nord, Tel. 0551/19240. Vorsorgliche Anfragen auch per E-Mail an anfragen@giz-nord.de

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