Fest der Begegnungen

Aktionstag in Flüchtlingsheim auf der Göttinger Siekhöhe

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Viel Spaß beim Schminken: Die Göttingerin Emilia malt Herzen auf das Gesicht von Miasda aus Bosnien.

Göttingen. Die rund 150 Bewohner in der Flüchtlingsunterkunft auf der Siekhöhe und ihre Gäste haben fröhliche Stunden bei dem Fest der Begegnung verbracht.

Der SC Hainberg in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) hatte als Veranstalter erstmals dazu aufgerufen. Die Bewohner, die im Schnitt eineinhalb Monate in der Unterkunft bleiben, hatten dafür Speisen aus ihren Heimatländern vorbereitet, berichtete Lars Willmann, Koordinator vom SC Hainberg auf der Siekhöhe.

Außerdem gab es zahlreiche Spenden und ein vielfältiges Kulturprogramm unter anderem mit dem afghanischen Sänger Badel Safi und seinen Freunde, mit italienischen Songs von Fabrizio, Musik von einer Gruppe, die sich aus Iranern, Irakern, Franzosen und Deutschen gebildet hat, afrikanische Rumba von Martin Matongo und Klänge aus Südamerika mit Victor und Band. Zusammengestellt wurde das Programm mit Unterstützung von Veronika Legatzki.

Die Flüchtlinge, die in Göttingen eine vorübergehende Bleibe gefunden haben, kommen unter anderem aus Georgien, dem Sudan, Liberia, Somalia, der Elfenbeinküste, Tschetschenien, Bosnien, Iran, Irak und dem Libanon. Von ihrer Herkunft zeugten große, bunte Landkarten, die sie selbst auf große Papptafeln gemalt hatten und mit denen der Speisesaal geschmückt war.

Koordinator Lars Willmann sagte, in der Unterkunft herrsche trotz der zum Teil sehr unterschiedlichen Herkunftsländer eine herzliche Atmosphäre. „Es gibt wenig Probleme.“ Klagen habe es unter anderem über die Hellhörigkeit der Halle gegeben, weil die in die Halle gebauten Zimmer, bis auf die der rund 30 Frauen unter den Bewohnern, nicht überdacht sein. Dieses Problem habe man aber inzwischen im Griff.

Fahrräder sind begehrt

Besser könnte allerdings die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln sein. Deshalb seien Fahrräder besonders begehrt. „Wir können gut weitere Fahrradspenden gebrauchen, um die Mobilität zu erhöhen“, machte Lars Willmann deutlich.

Rund 70 Prozent der Bewohner besuchen die in der Unterkunft angebotenen Deutschkurse, weitere 20 Prozent nutzen Angebote in Schulen. Neun haben sogar schon den Sprung aufs Abendgymnasium geschafft. (zhp)

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