Ausstellung in der Festhalle Weende: Federwerk trieb die Spielzeuge an

Modelle mit mechanischem Antrieb: Sie stehen am Sonntag im Mittelpunkt einer Sonderschau in der Festhalle Weende. Foto: nh

Göttingen. Fans von Modell-Spielzeug kommen am Sonntag, 14. Februar, in der Festhalle Weende auf ihre Kosten. Dort findet die nächste Modellbörse statt.

Von 10 bis 16 Uhr kann man wieder nach Herzenslust stöbern und tauschen. Zur Börse gibt es wieder eine Ausstellung. Sie trägt diesmal den Titel „Das Uhrwerk – Energie in Kinderhände“.

Hintergrund: Vor dem Elektromotor trieb ein kleines Kraftwerk – das Federwerk – verschiedenste Spielzeuge an. Ob es ein Auto, Schiff, Trommler, hüpfender Frosch, zwei Boxer im Ring oder eine Eisenbahn – alles wurde zum Leben durch einen kleinen Schlüssel erweckt. War es zu Beginn des 19. Jahrhundert meist noch ein einfaches Spiralfederwerk, so folgten darauf immer kräftiger und kleinere Energiespeicher. Eine Feder aus Stahl wird durch Drehung eines Aufziehschlüssels vorgespannt und je nach Bedarf läuft sie ab beziehungsweise entspannt sich und versetzt im Spielzeug eine kleine Mechanik mit den verschiedensten Aktivitäten in Bewegung.

Besonders beliebt waren in den 1930er-, 1940er- und zu Beginn der 1950er-Jahre neben Eisenbahnen auch Autobahnen mit kleinen Uhrwerksautos.

Viele der mechanisch angetriebenen Modelle starben den „Uhrwerkstod“. Zu intensives Aufziehen war schädlich, es „knackte“ einmal und das Uhrwerk war überdreht und nichts ging mehr. Das Ende für diese Antriebe kam durch die Elektromotoren und Batterien.

Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos. Der Eintritt zur Börse kostet ab 14 Jahre drei Euro.

Sonderausstellung: Federwerk treibt die Spielzeuge

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