Conquer Babel: Preis für Integrationsprojekt von Göttinger Studenten

Drei der vier Gründer von Conquer Babel: (von links) Nathalie Fuchs, Ahmed Dessouki und Manik Chander haben das Netzwerk aus der Taufe gehoben. Foto: Uni Göttingen/nh

Göttingen/Hannover. Das Göttinger Studenten-Projekt Conquer Babelist mit dem Integrationspreis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet worden. Das Netzwerk bietet Flüchtlingen vielfältige Hilfen an.

Das Projekt, das von Studierenden organisiert wird, lief im April vergangenen Jahres an. Mittlerweile sind etwa 70 Mitglieder dabei. Sie geben Übersetzungshilfe, Deutschkurse und organisieren interkulturelle Feste.

„Viele von uns kommen aus dem Ausland oder haben einen Migrationshintergrund und sind mehrsprachig aufgewachsen“, sagt Manik Chander, die zusammen mit Anette Ruml, Nathalie Fuchs und Ahmed Dessouki Gründungsmitglied der ersten Stunde ist.

Die Studierenden begleiten zudem Geflüchtete zu Arztbesuchen, auf Ämter oder zur Einschulung ihrer Kinder.

Verliehen wurde die Auszeichnung von Doris Schröder-Köpf (SPD), der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, sowie dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD). Die Göttinger Gruppe erhält ein Preisgeld von 6000 Euro. „Wir freuen uns sehr über den Integrationspreis für unsere Studierenden“, sagt Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin für Internationales und Vorsitzende der Task Force Geflüchtete der Universität Göttingen.

Sprache ist laut Casper-Hehne ein zentraler Schlüssel zur Integration. Mit ihren Angeboten leistet die Göttinger Initiative ConquerBabel großartige Arbeit.

Weitere Preisträger sind die Nina-Dieckmann-Stiftung in Hannover mit dem Projekt „Lehrer im Wohnzimmer“, der Verein Landungsbrücke in Uetze bei Hannover mit „Log In – Brücke in die Arbeitswelt“ sowie das Hemminger Netzwerk für Flüchtlinge mit der ehrenamtlichen Sprachförderung. Das Bündnis „Niedersachsen packt an“ verlieh außerdem einen Sonderpreis an die Kirchlich-diakonische Flüchtlingsarbeit der Kirchengemeine St. Marien und des Kirchenkreises Winzen, der mit 6000 Euro dotiert ist.

Insgesamt hatten sich 170 Vereine, Initiativen und Institutionen für den Preis beworben. Der Jury gehören neben Schröder-Kopf, die Künstlerin Sabine Kaluza, die Theaterregisseurin Mina Salehpour, der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle und Nariman Reinke, stellvertretende Vorsitzende des Vereins „Deutscher Soldat“.

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