Dachstuhl in Göttinger Innenstadt brennt aus: 300.000 Euro Schaden

Göttingen. Bei einem Dachstuhlbrand in der Göttinger Innenstadt entstand am Samstag Sachschaden in Höhe von 300.000 Euro.

Mehrere Anrufer hatten der Feuerwehr gegen 13.45 Uhr gleichzeitig den Brand in dem mehrstöckigen Fachwerkhaus in der Gartenstraße gemeldet.

Die Einsatzkräfte gingen mit mehreren Trupps im Innenangriff gegen das Feuer vor. Von außen wurden zwei Drehleitern eingesetzt, die von zwei Seiten das Feuer bekämpften. Dennoch brannte der Spitzboden des Mehrfamilienhauses komplett aus. Auch die darunter liegenden Wohnungen und eine Hebammenpraxis im Erdgeschoss wurden durch das Löschwasser stark in Mitleidenschaft gezogen. „Wir haben versucht, den Wasserschaden so gering wie möglich zu halten“, sagt Rath. Ein Problem waren jedoch die Lehmdecken.

50 Einsatzkräfte

Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte vor Ort. Auch nach zwei Stunden konnte noch kein „Feuer aus“ gemeldet werden. Immer weiter hatte sich das Feuer unter der Dachhaut durchgefressen. „Zum Glück handelt es sich um ein freistehendes Haus“, sagte Rath. Bei einer engen Bebauung hätte der Schaden weitaus größer sein können. Die Schadenshöhe bei dem Großfeuer liegt nach ersten Schätzungen im sechsstelligen Bereich. Verletzt wurde niemand.

Die 28-jährige Bewohnerin der direkt unter dem Dachboden liegenden Wohnung hat zum Zeitpunkt des Brandes geschlafen und wurde von Passanten durch Klingeln auf das Feuer aufmerksam gemacht. Auch Nachbarn im angrenzenden Wohnhaus wurden evakuiert. Sie haben gehört, dass das Feuer vermutlich durch das Abfacklen eines Wespennestes auf dem Spitzboden ausgelöst wurde.

Dachstuhlbrand in Göttinger Innenstadt

Die Polizei selbst machte am Sonntag zur Ursache des Feuers nur vage Angaben: „Inwieweit im Vorfeld des Brandes Arbeiten mit einem Gasbrenner an dem Haus stattgefunden haben, müssen weitere Ermittlungen ergeben“, sagte ein Sprecher. Der Brandort wurde beschlagnahmt.

Im Einsatz waren der Löschzug der Berufsfeuerwehr, die Feuerwache Klinikum und die Ortsfeuerwehren Stadtmitte und Geismar aus. Auch

„Weil auf der Anfahrt schon eine dichte Rauchwolke zu sehen war, haben wir als dritte Freiwillige Feuerwehr noch Grone alarmiert“, sagte Einsatzleiter Thorsten Rath. Zudem besetzte die Ortsfeuerwehr Weende die Klinikwache.

Rubriklistenbild: © Rampfel

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