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Elektro-Dreiräder sollen Zustellern ihre Arbeit erleichtern

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Von: Per Schröter

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Begeistert: Der Göttinger Postzusteller Norbert Hoffmeister benutzt jetzt ein E-Trike um seine Kunden zu beliefern. © Per Schröter

Göttingen. Die Post hat in Göttingen mehrere Zusteller mit E-Trikes ausgestattet, um ihnen die Arbeit zu erleichtern. „Ich bin begeistert, das ist für mich eine Erleichterung“, sagt Norbert Hoffmeister. Der 48-Jährige ist als Briefzusteller für die Deutsche Post im Göttinger Stadtteil Grone unterwegs.

Bislang stand ihm dafür nur ein normales Fahrrad zur Verfügung und er war komplett auf die eigene Muskelkraft und Fitness angewiesen. Seit knapp zwei Wochen nun ist er mit einem Dreirad mit elektrischer Trittunterstützung, einem so genannten „E-Trike“, unterwegs. „Das Arbeiten ist damit viel entspannter“, schwärmt er.

80 Kilo Zuladung

Bei einem E-Trike lässt sich im Schiebebetrieb ohne Pedalunterstützung eine Geschwindigkeit von bis zu sechs Kilometern pro Stunde erreichen. Treten die Postboten zusätzlich in die Pedale, geht es wesentlich schneller. Allerdings schaltet sich der Motor bei einer Geschwindigkeit von 24 Kilometern pro Stunde wieder ab. Das neue E-Trike hat ein Eigengewicht von 70 Kilogramm und kann auf den vorderen und hinteren Gepäckkörben mit jeweils zwei Briefbehältern beladen werden. Die maximale Zuladung beträgt 80 Kilogramm.

Von den 65 Postboten, die in Göttingen an Werktagen im Einsatz sind, wurde jetzt sechs mit den neuen E-Trikes ausgestattet. Zehn Briefzusteller sind weiter zu Fuß, 16 mit dem Fahrrad, 22 mit dem Elektrofahrrad und elf mit Pkw und Transporter unterwegs. Grund für die Anschaffung der Elektrofahrräder und E–Trikes ist die Tatsache, dass ihr Einsatz die körperlich anstrengende Arbeit der Postboten vor allem beim Anfahren und bei der Bewältigung von Steigungen oder langen Fahrstrecken deutlich erleichtert. „Nach der Arbeit bin ich einfach nicht mehr so kaputt wie vorher“, sagt Hoffmeister.

In der Zustellpraxis bieten die E-Trikes noch weitere Vorteile. Sie verschaffen dem Benutzer vor allem im Winter ein hohes Fahrsicherheitsgefühl, sind durch den Wegfall des bei Fahrrädern nötigen Ausbalancierens einfacher zu schieben, bieten eine größere Zulademöglichkeit als das Zustellfahrrad, sind durch den Wegfall des Ständers einfacher abzustellen und verfügen über neue, abschließbare und fest installierte Gepäckkorbabdeckungen, welche die Sendungen auch vor Witterungseinflüssen schützt. Nicht zuletzt wegen dieser Fülle von Vorteilen plant die Deutsche Post, in der zweiten Jahreshälfte bundesweit 1500 dieser Dreiräder mit Elektromotor einzusetzen.

Von Per Schröter

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