A7 war 57 Stunden gesperrt

Nach Gefahrgut-Unfall: Abtransport der Giftfässer in den Ferien

Rosdorf. Die Beseitigung der Giftfässer nach dem Gefahrgutunfall auf der Autobahn 7 vor Weihnachten läuft jetzt an. In den Zeugnisferien werden die Fässer verpackt und abtransportiert.

Am Montag begann der Aufbau von Gerüst und Bauzaun an der Lagerstelle unter der Autobahnbrücke nahe Dramfeld. Bis Donnerstag dauern diese vorbereitenden Arbeiten. Am Freitag beginnt die mit der Entsorgung beauftragte Firma Remondis mit der Einrichtung der Baustelle für das Bergen und Verpacken der beschädigten Fässer. Für das sichere Verpacken des mit giftigem Aluminiumphosphid kontaminierten Abfalls sind der kommende Samstag und Sonntag, 31. März und 1. Februar, eingeplant. Der Abtransport des Sonderabfalls erfolgt schließlich am Montag, 2. Februar. Anschließend wird der Bereich entgiftet und die Baustelle wird wieder abgebaut.

„Dieser Zeitplan entspricht unserer Vorgabe der größtmöglichen Sicherheit bei den Arbeiten und für die Menschen im Umfeld der Baustelle“, kommentiert Rosdorfs Bürgermeister Sören Steinberg das Vorgehen. Die Schritte wurden am Montag zwischen Gemeinde, Landkreis und Firma Remondis abgesprochen. Um eine Gefährdung für die Grundschule in Dramfeld von vornherein auszuschließen, finden die Arbeiten an den Containern am Wochenende und der Abtransport des Sonderabfalls während der Zeugnisferien statt, betont Steinberg. „Zudem habe ich kontinuierliche Luftmessungen am Ortseingang von Dramfeld und bei Mariengarten mit Beginn der Bergung angeordnet“, fügt der Bürgermeister hinzu.

Bereits jetzt finden regelmäßige Kontrollen am Lagerplatz des in Containern gelagerten Sonderabfalls statt. Das Gelände ist abgesperrt, rund um die Uhr bewacht und mit Beginn der Arbeiten auch durchgängig beleuchtet.

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Drei Container mit unbelastetem Material waren bereits am vergangenen Donnerstag abgefahren worden. Ein vierter Container wurde am Montag abtransportiert. Sie enthielten Trümmerteile vom Unfall auf der Autobahn 7.

Sonderabfall 

Aktuell stehen nur noch die zwei mit Sonderabfall gefüllten Container - den geborstenen Fässern sowie einem Sand-Zement-Gemisch zur Abdeckung - am Lagerplatz. (bsc)

Gefahrgutunfall: Großeinsatz kurz vor Weihnachten

Bei einem Gefahrgutunfall auf der Autobahn 7 am Freitag, 19. Dezember, hatte ein mit 80 Fässern Aluminiumphosphid beladener Sattelzug die Mittelschutzplanke durchbrochen und kippte quer über Nord- und Südfahrbahn auf die Seite. Bei dem Unfall starb ein Autofahrer.

Gefahrgutunfall auf der A7 am Freitag

Der Vorfall löste einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdiensten, Technischem Hilfswerk und weiterer Institutionen aus.

Die Bergung der Chemikalienfässer dauerte bis zum Sonntag, 21. Dezember. Beschädigte Fässer und Müll wurden von der Autobahn entfernt und in Containern zwischengelagert.

Die Container stehen auf einem abgesperrten Gelände nahe dem Ort Dramfeld in der Gemeinde Rosdorf und sind durch Abdecken mit Sand, Zement und Planen gesichert. Aktuell geht von ihnen keinerlei Gefahr aus. (bsc)

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