Geldstrafen bei Strafverfahren: Täter zahlten mehr als 260.000 Euro

Geldauflagen: Sie werden von den Strafgerichten in Südniedersachsen bei vielen Verfahren ausgesprochen. Archivfoto: Schlegel
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Geldauflagen: Sie werden von den Strafgerichten in Südniedersachsen bei vielen Verfahren ausgesprochen.

Göttingen. Straftäter haben im vergangenen Jahr mehr als 260.000 Euro an gemeinnützige Einrichtungen in Südniedersachsen gezahlt. Das berichtet das Landgericht Göttingen.

Diese Summe war im Landgerichtsbezirk Göttingen zusammengekommen. Hintergrund: Bei vielen Urteilen müssen die Beschuldigten eine Geldauflage zahlen. Insgesamt profitierten 110 Empfänger von den Geldstrafen. 

Finanzielle Unterstützung erhielten:

• Einrichtungen der Straffälligen- und Bewährungshilfe: 40.180 Euro (2014: 4700 Euro);

• Einrichtungen der allgemeinen Jugendhilfe: 25.050 Euro (9560 Euro)

• Hilfe für Gesundheitsgeschädigte und Behinderte: 34.940 Euro (39.950 Euro)

• Hilfe für Suchtgefährdete: 22.440 Euro (450 Euro)

• Alten- und Hinterbliebenenhilfe: 650 Euro (900 Euro)

• Allgemeines Sozialwesen: 24.635 Euro (111.160 Euro);

• Einrichtungen für Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit: 2860 Euro (3550 Euro);

• Natur- und Umweltschutz: 4400 Euro (7020 Euro);

• Sonstige (unter anderem kirchliche Organisationen): 105.968 Euro (680.464 Euro).

Die Gesamtsumme schwankt erheblich: 2013 hatten die Gerichte in Göttingen, Northeim, Hann. Münden, Duderstadt, Einbeck, Herzberg, und Osterode noch 1,03 Millionen Euro verteilt. 2014 lag die Summe bei knapp 860 000 Euro.

Nicht enthalten in der Summe sind die von der Staatsanwaltschaft Göttingen zugewiesenen Geldauflagen in Verfahren, die nicht zum Gericht gelangt sind, so das Landgericht. Außerdem zählen nicht zu den Geldauflagen Bußgelder, die bei Ordnungswidrigkeitsverfahren verhängt worden sind. 

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