Standort des neuen Campus ist noch nicht bekannt

Gesundheitscampus vor dem Start - Ziel: 600 Studienplätze

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Vertragsunterzeichnung: Die gleichberechtigte Zusammenarbeit von Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) am Gesundheitscampus Göttingen besiegelten HAWK-Präsidentin Prof. Christiane Dienel (vorne rechts) und Prof. Heyo K. Kroemer mit ihren Unterschriften. Prominente Zuschauerin war Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Dritte von rechts). Ebenfalls eingebunden sind, von links, Manuela Heymann (Projektleitung UMG), Norbert Erichsen (Pflegedirektor UMG), Julia Kretschmann (Geschäftsführung Gesundheitscampus), Prof. Annette Probst (Projektleitung HAWK) und Prof. Tobias Raupach (Leiter Medizindidaktik UMG). 

Göttingen. „Wir machen das jetzt! Gesundheitscampus Göttingen“ – der Slogan ist plakativ und aussagekräftig.

Er beschreibt eine einzigartige Zusammenarbeit in Niedersachsens Hochschullandschaft, die nun formal besiegelt wurde: Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) und Universitätsmedizin Göttingen (UMG) unterschrieben den Kooperationsvertrag, bilden den Gesundheitscampus und schaffen ein Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe in Südniedersachsen. 

Los geht es zum Wintersemester 2016/17 mit zwei dualen Studiengängen in Pflege und Therapiewissenschaft (Physiotherapie/Logopädie). Alle 60 Plätze sind vergeben. Das Studienangebot am Gesundheitscampus, der vom Land mit jährlich drei Millionen Euro gefördert wird, soll stetig wachsen und 2021 rund 600 Studierenden Plätze bieten, wie UMG-Vorstandssprecher Prof. Heyo K. Kroemer sagt. 

2017/18 folgen zwei Vollzeitstudiengänge mit je 30 Plätzen: Gesundheitsbezogenes Versorgungsmanagement, und Mediziningenieurwesen. 

Die Frage, wo der Gesundheitscampus seinen Campus haben wird, bleibt unbeantwortet: Start ist in einem Gebäude auf dem alten Sartorius-Gelände, 500 Meter vom Klinikum entfernt. Die gleichberechtigten Partner UMG und HAWK sichten weitere mögliche Standorte für den Hauptsitz, wie HAWK-Präsidentin Prof. Christiane Dienel sagt, Heyo Kroemer betont, wie wichtig die Rekrutierung und Qualifizierung von Nachwuchs in Medizinberufen in einer älter werdenden Gesellschaft sei. Der Gesundheitscampus helfe dabei diese Aufgabe zu bewältigen. 

Profitieren von der Zusammenarbeit sollen alle in der Gesundheitsregion Südniedersachsen, natürlich auch die Studierenden, die in eher praktisch orientierten Ausbildungen auch mehr wissenschaftliche Inhalte vermittelt bekommen. Im Gegenzug sollen stärker praxisorientierte Lehrinhalte in die klassische wissenschaftliche Medizinerausbildung einfließen, so Prof. Tobias Raupach, Leiter Medizindidaktik der UMG. Eine Herausforderung sei zeitweise die Arbeit zweier so unterschiedlicher Hochschulenrichtungen wie HAWK und UMG gewesen, schildert HAWK-Projektleiterin Prof. Annette Probst die Vorbereitungen. 

Aber Probst und Kroemer stellen auch heraus, dass es außerordentlich schnell gegangen sei, das Projekt auf die Beine zu stellen – auch dank der unbürokratischen Unterstützung des Wissenschaftsministeriums. Getreu dem Motto: „Wir machen das.“

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