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Die Jagdgöttin Artemis erhielt am Archäologischen Institut der Uni Göttingen ein neues Gewand

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Der bemalte Gipsabdruck der Jagdgöttin Artemis im Archäologischen Institut der Universität Göttingen.
Der bemalte Gipsabdruck der Jagdgöttin Artemis im Archäologischen Institut der Universität Göttingen. © Per Schröter

Auf reges Interesse stieß am Sonntag eine Veranstaltung im Archäologischen Institut der Universität Göttingen, bei der im Rahmen des zweiten Europäischen Tages der Restaurierung eine Statue der Jagdgöttin Artemis im Mittelpunkt stand.

Mehr als 20 Neugierige waren gekommen, um dem Vortrag von Jorun Ruppel zu lauschen. Die Diplom-Restauratorin berichtete von einem Projekt, bei dem sie zusammen mit Kollegen einen Gipsabguss der „Artemis von Pompeji“ hergestellt und diesen anschließend originalgetreu bemalt hatte. 

Weil an der nur knapp 1,20 Meter großen Originalstatue, die vor über 2000 Jahren von einem griechisch-römischen Bildhauer aus Marmor erschaffen und 1760 in Pompeji gefunden wurde und die heute im Nationalmuseum von Neapel steht, nur noch wenige Farbreste vorhanden sind, hatten diese zunächst mit aufwendigen Methoden rekonstruiert werden müssen. Dabei hätten laut Ruppel neben diversen technischen Hilfsmitteln wie verschiedenen Mikroskopen auch frühe Beschreibungen der Statue „eine ausreichend fundierte Grundlage für eine Farbrekonstruktion“ geliefert.

Der bemalte Gipsabdruck der Jagdgöttin Artemis im Archäologischen Institut der Universität Göttingen.
Tag der Restaurierung in Göttingen: Diplom-Restauratorin Jorun Ruppel erklärte in ihrem Vortrag, wie sie der Artemis-Statue zu neuem Glanz verholfen hat. © Per Schröter

Neben dem Archäologischen Institut der Uni Göttingen gab es am Sonntag drei weitere Stationen, mit denen sich die Arbeitsgemeinschaft Konservierung und Restaurierung der Restauratoren in Südniedersachsen an dem europaweiten Aktionstag beteiligte. Dabei gaben die Experten exklusive Einblicke in ihre Arbeitsplätze, die sich in Museen, privaten Ateliers, den Hochschulen, Denkmalämtern und Schlossverwaltungen befinden.

Mit dabei waren die Kunstsammlung der Universität Göttingen (Restaurierung eines Renaissance-Gemäldes), das Museum Friedland (Restaurierung der monumentalen Malereien von Christa Adrian im Grenzdurchgangslager Friedland) und die Soirée im Göttinger Gartenatelier von Diplom-Restaurator Dr. Wanja Wedekind (Restaurierung der „kauernden Venus“). Und weil die Veranstaltung über den ganzen Tag verteilt stattfanden, hatten die Teilnehmer sogar die Möglichkeit, an allen vieren teilzunehmen.

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