Kommunalwahl 2016

Göttingens Sonderstatus als kreisfreie Stadt verwirrt manchen Wähler

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Verwaltungssitz: Das Neue Rathaus in Götttingen, fotografiert vom Kirchturm der Jacobi-Kirche.

Göttingen. In Göttingen ist alles anders: Die Universitätsstadt ist eigentlich eine kreisfreie Stadt. Soll heißen: unabhängig und politisch ungebunden.

Etwa 96.500 Menschen aber wählen dort am Sonntag – wie die knapp 269.000 Wähler mit einem Wohnsitz im Landkreis – den Landrat.

Das ist so, weil Göttingen lediglich einen rechtlichen Sonderstatus innehat, einer kreisfreien Stadt gleichgesetzt wird, wie Verwaltungssprecherin Nina Winter erklärt. Die Stadt Göttingen gehört aber dennoch dem Landkreis Göttingen an, mit allen Rechten und Pflichten, was in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder zu Konflikten, ja politischen Auseinandersetzungen führte – vor allem, wenn es um das liebe Geld, wie die zu zahlende Kreisumlage ging.

Streitigkeiten, die natürlich hausgemacht waren, wenn die Verwaltungsspitzen unterschiedlicher Parteien angehörten, die aber auch dann fortgesetzt wurden, wenn ein sozialdemokratischer Landrat auf einen sozialdemokratischen Oberbürgermeister traf. Die zurzeit amtierenden Bernhard Reuter (SPD-Landrat) und Rolf-Georg Köhler (SPD-Oberbürgermeister) sowie dessen Vorgänger Wolfgang Meyer (SPD) haben aber ein wohlwollendes Miteinander in den Vordergrund gestellt – unter dem Ziel der Entschuldung.

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