Protest gegen so genannte Mahnwache

Göttinger Bündnis gegen Rechts lädt zu Matinee gegen den Freundeskreis

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Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten aus dem linken Spektrum an der Göttinger Stadthalle Ende Juli: Dabei wurden mehrere Beamten verletzt. Archivfoto: Schlegel

Göttingen. Zu einer Matinee gegen Rassismus und Nationalismus lädt das Göttinger Bündnis gegen Rechts für Samstag, 12. November, auf den Albaniplatz ein.

Grund ist eine weitere so genannte Mahnwache des als rechtsextrem geltenden Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen. Er will sich am Samstag am späten Vormittag am Seiteneingang der Göttinger Stadthalle treffen. Seit einem Jahr überzieht der Freundeskreis, dessen Mitglieder weitgehend identisch mit der rechtsextremen Szene aus Südniedersachsen und dem Eichsfeld sind, die Region mit Kundgebungen, in der Regel Mahnwachen genannt. Als maßgeblicher Sprecher der Gruppe fungiert Jens Wilke, der bei der Landratswahl im September als Kandidat für die NPD ins Rennen ging.

Beginn um 10 Uhr

Die Gegenaktion des Bündnisses, zu dem auch Gruppen aus Adelebsen, Duderstadt, Dransfeld, Lindau und Umgebung einladen, beginnt um 10 Uhr auf dem Albaniplatz. Ein konkretes Programm wurde nicht angekündigt. Das Bündnis erinnert erneut daran, dass auch dem Albaniplatz 1933 insbesondere Bücher jüdischer Autoren verbrannt wurden. „Wir werden mit vier Kundgebungen und Aktionen zivilen Ungehorsams dafür sorgen, dass die Nazis den Albaniplatz gar nicht erst erreichen werden“, kündigt das Bündnis an. Von den Blockaden werde keinerlei Eskalation ausgehen.

Bei einer Aktion an der Stadthalle gegen den Freundeskreis war es Ende Juli zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten aus dem linken Spektrum und der Polizei gekommen. Dabei waren sieben Beamte verletzt worden – wir berichteten.

Eine Jugend-Demonstration gegen den Freundeskreis soll bereits um 9 Uhr am Hiroshimaplatz starten.

Anmeldungen liegen vor

Die Stadt Göttingen hat die Anmeldungen für die Aktionen des Freundeskreises sowie des Bündnisses gegen Rechts bereits vorliegen. Sie sollen laut Verwaltung rechtzeitig bestätigt werden.

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