Eine Mischung aus Drama und Thriller, aus Splatter- und Horrorfilm

Göttinger Schüler drehen Streifen: Mit Filmklappe im Naturbad Grone

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Filmaufnahmen im Naturbad Grone: Mit Unterstützung der Sport- und Freizeit GmbH drehte Nathan Lauer (an der Kamera mit Stativ) am Wochenende in Göttingen. Dabei bekommt viel Unterstützung von zahlreichen Mitstreitern. 

Göttingen. „Bereit? – Klappe“ war das Stichwort des Tages. Mit 20 Freunden hat Nathan Lauer im Göttinger Naturbad Grone für sein Filmprojekt gedreht.

Mit Unterstützung der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF) kann er die Filmarbeit am kommenden Samstag im Freibad am Brauweg fortsetzen. Lauer ist Abiturient am Hainberg-Gymnasium. Auch dort sollen Filmszenen entstehen.

„Schon mit fünf Jahren habe ich angefangen, Filme zu machen“, sagt Lauer. Unterrichtsaufgabe sei das Drehen eines Kurzfilms in der zehnten Klasse gewesen. Lauer und Freunde waren mit Begeisterung dabei. Aus dieser Gruppe sei das Team für das aktuelle Filmprojekt hervorgegangen. Die Idee dazu stamme von seiner Schwester. Es soll eine Apocalypse werden, eine Mischung aus Drama und Thriller, aus Splatter- und Horrorfilm.

Bedrohliche Szene

So beginnt der Drehtag gleich mit einer bedrohlichen Szene: Jan Kracke in Tarnjacke, schwer bewaffnet, bahnt sich seinen Weg durch die Umkleidekabinen. Mit vielen Türen hat die Crew dort das richtige Umfeld gefunden. Das Dach über dem Gang schützt sie außerdem: Der Regen und die Kälte an dem Tag lassen die Arbeit recht ungemütlich werden. Set-Assistent Musammal Ahmed hält gegen das Pfeifen des Windes einen Schirm über das große Mikrofon. Gero Klinger macht die Musik. Das sei wesentlich einfacher mit Bildern vor Augen, erklärt er, warum er viele Szenen festhält. Die, die warten müssen, kriechen in die zwei Zelte auf der Szenen oder machen Pause im Abstellraum.

Mit seinen Freunden Max Friedrichs-Dachale und Lukas Klasen ist Lauer federführend am Ball. Er hat das Drehbuch geschrieben und agiert als Schauspieler, Regisseur und Produzent. Für das gut durchgeplante Mammutprojekt hat er knapp 20 Schauspieler und rund 50 Statisten gewonnen; die meisten sind Weggenossen aus seinem Jahrgang. Ziel des Abiturienten ist es, eine Erinnerung an seinen Jahrgang zu kreieren, deshalb auch die Drehzeit parallel zum Abitur. „Im nächsten Jahr sind alle weg“, erklärt Lauer und räumt ein, dass der Schlaf manchmal etwas zu kurz kommt.

Schminke kostet

„Das einzige, was wirklich kostet, ist die Schminke“, spricht Lauer über die Produktionskosten. An den Kameras, keine Profi-Geräte, sei vieles im Eigenbau entstanden. Die täuschend echt aussehenden Waffen sind alte Spielzeuge der Mitspieler. Die Hälfte der Gesamtausgaben – Lauer rechnet mit knapp 200 Euro – möchte er über den Verkauf des Films, vornehmlich an die Mitmacher, zurückbekommen. Doch erst nach dem Abitur soll das Werk fertig werden. Die Schlussarbeiten plant er nach den Prüfungen ein.

Jetzt heißt es wieder „Bereit? – Klappe.“ Weil die Klappe fehlt, klatscht Lauer in die Hände. Denn bis zum Einbruch der Dunkelheit hat die Truppe sich viel vorgenommen. Da darf keine Zeit umsonst vergehen.

Schüler drehen Film im Göttinger Naturbad Grone

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