Menschenrechtsorganisation sammelte 100.000 Euro für Notleidende

Göttinger Spender retten zweijährigem Jungen in Griechenland das Leben

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Hilfe aus Deutschland: Nur mit Spendengeld der Göttinger „Initiative für eine neue Welt“ konnte eine lebensrettende Operation für den zweijährigen Panagiotis finanziert werden.

Göttingen. Die Göttinger Menschenrechtsorganisation „Initiative für eine humane Welt“ hat 100.000 Euro für notleidende Menschen in Griechenland gesammelt. Mit dem Geld konnte auch die Operation eines lebensbedrohlich erkrankten zweijährigen Jungen mitfinanziert werden.

Hinter der Spendenaktion stehen der Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins „Initiative für eine humane Welt“, Holdger Platta aus Sudershausen, und sein Göttinger Vorstandskollege Peter Latuska. Platta: „Wir hielten unser Steckenbleiben in der bloßen Zuschauerrolle angesichts der katastrophalen Entwicklungen in diesem Lande nicht mehr aus.“ Ende Juli veröffentlichten sie einen Hilfeaufruf auf der Website des bekannten Liedermachers Konstantin Wecker und verschickten mehrere hundert Mails. Kurz vor Weihnachten sprang das Spendenkonto über die Grenze von 100.000 Euro.

Mit dem Geld unterstützt die Initiative in Griechenland Sozialstationen, Altenheime, Arztpraxen und Kreiskrankenhäuser, die auch kostenlos Essen verteilen, kostenlos Unterkunft bieten und notleidenden Menschen im Krankheitsfall auch kostenlos helfen. Außerdem half die Göttinger Menschenrechtsorganisation zahlreichen Familien und Einzelpersonen, die in schwerste Bedrängnis geraten waren.

Holdger Platta.

Zu ihnen gehörte auch die Familie des zweijährigen Panagiotis Papadopulos. Er wurde im Alter von zwei Monaten wegen eines Darmverschlusses operiert. Weil die Ärzte nicht erkannten, dass eine Anomalie des Zwölffingerdarms der Grund war, galt der Junge als todgeweiht, schildert Platta. Erst eine Privatklinik erkannte die wahre Krankheitsursache und rettete Panagiotis mit mehreren Operationen das Leben.

In einer Spendenaktion kamen 6000 Euro zusammen. Die fehlenden 4500 Euro für die Krankenhausbehandlung übernahm die „Initiative für eine humane Welt“, berichtet Platta. Allein hätten Panagiotis’ Eltern diese Summe nie aufbringen können. Sein Vater betreibt eine defizitäre Autowaschanlage, seine Mutter ist arbeitslos.

Platta: „Wir haben dafür gesorgt, dass rund 40 Menschen wieder ein Leben leben können ohne Angst vor der nächsten Stromrechnung, ohne Angst vor dem Winter, ohne Angst vor einer Erkrankung, ohne Angst vor dem Verhungern. Wir wollen dafür sorgen, dass es so bleibt.“

Mehr Informationen über die Göttinger Menschenrechtsorganisation und auch ihr Spendenkonto finden sich auf der Website von Konstantin Wecker, der auch Ehrenvorsitzender der „Initiative für eine humane Welt“ ist.

www.hinter-den-schlagzeilen.de

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