An Menschen ab 18 Jahren

Göttinger Grüne fordern kontrollierte Abgabe von Cannabis

Göttingen. Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen und die Grüne Jugend Göttingen setzen sich für die kontrollierte Freigabe von Cannabis ein.

Sie fordern eine Bewerbung Göttingens für ein wissenschaftlich begleitetes Modellprojekt zur kontrollierten Abgabe von Cannabis an Menschen ab 18 Jahren nach dem Vorbild von Düsseldorf und Berlin Friedrichshain-Kreuzberg.

„Die Kriminalisierung der von Cannabiskonsumenten ist für uns Grüne der falsche Weg“, erklärt Marie Kollenrott, Sprecherin des Grünen Kreisvorstandes. Cannabis berge, genau wie die legalen Drogen Alkohol und Nikotin, gesundheitliche Gefahren. Der bisherige Umgang mit Cannabis bringe Konsumenten aber in Kontakt mit dem kriminellen Milieu.

„Göttingen hat durch seine Universität und seine Uniklinik beste Voraussetzungen, eine wissenschaftlich abgesicherte Vorreiterrolle angesichts der aktuellen gesellschaftlichen und rechtlichen Entwicklungen einzunehmen.“ Ein Mitglied der GJ kommentiert: „Die positiven Reaktionen auf die Cannabis-Aktionen der Autonomen Blumenkinder in den letzten Jahren haben gezeigt, dass die Göttinger Bevölkerung einer Legalisierung aufgeschlossen gegenüber steht.“

Für den 27. Oktober kündigt die Grüne Jugend eine Vortragsveranstaltung mit dem Göttinger Strafrechtler Prof. Kai Ambos an. Titel des Vortrages ist: „Die Cannabis-Kriminalisierung ist gescheitert - Kontrollierte Abgabe als Lösung?“ 

Gesetzesentwurf

Prof. Ambos hat zusammen mit weiteren Experten einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der wissenschaftlich begleitete Versuchs-Projekte zu kontrollierten Abgabe von Cannabis regeln soll: zu.hna.de/Cannabis16

Rubriklistenbild: © dpa

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