GrunzMobil sorgt für Aufsehen: Protest gegen Tierhaltung

Riesenschwein auf dem Marktplatz: Mit dem GrunzMobil informierte und protestierte die Albert-Schweitzer-Stiftung am Freitag auf dem Marktplatz gegen Massentierhaltung und Quälerei von Sauen. Foto: Kopietz

Göttingen. Am Freitagmittag flanierten bei fast 35 Grad Celsius deutlich weniger Passanten als sonst üblich auf dem Platz vor dem Alten Rathaus. Aber die, die dort vorbeikamen staunten über ein Riesenschwein, das auf dem schweineförmigen „GrunzMobil“ thronte.

Hintergrund war der Protest gegen die qualvolle Haltung von Muttersauen durch ein Team der Albert-Schweitzer-Stiftung.

„Die Sauen können sich in diesen Ständen kaum bewegen und haben keinen natürlichen Kontakt zu ihren Artgenossen“, erklärte Carsten Halmanseder, der vor Ort war und auch um Unterschriften für eine Protestnote warb.

Am GrunzMobil konnten sich die Menschen auch einen Original-Kastenstand ansehen, in den die Sauen eingepfercht werden. Der Käfig ist nur wenig größer als der Körper des Tieres. Dort stehen die Sauen oft bis zu vier Wochen nach der Besamung. Die Tiere können sich weder umdrehen und meist auch nicht auf die Seite legen.

„Das ist Tierquälerei“, sagte eine Passantin am Freitag entrüstet und setzte ihre Unterschrift auf einen Sammelbogen.

Die Stiftung motiviert Menschen auch dazu, gegen die Haltung zu protestieren, durch das eigene Einkauf- und Essverhalten. Es werden Tipps zur veganen Ernährung gegeben. (tko)

Infos: www.albert-schweizer-stiftung.de

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