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„Autonome Blumenkinder“ starteten Pflanzen-Aktion

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Von: Maximilian Holscher

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Göttingen. „Autonome Blumenkinder" haben wieder zugeschlagen. Wie im vergangenen Jahr blühen im gesamten Stadtgebiet Hanfpflanzen. Wer dahinter steckt, ist unklar.

Lange werden die Blumen allerdings wohl nicht zu sehen sein, denn sie sollen entfernt werden. „Wir haben bisher noch keine Pflanzen eingesammelt“, sagt Jasmin Kaatz, Pressesprecherin der Polizei in Göttingen. „Wenn die Streife eine Pflanze entdecke, werde diese allerdings entnommen und getrocknet“. Letzteres ist nötig, um festzustellen, wie viele der Pflanzen verteilt wurden. Laut einer Internet-Veröffentlichung wurden 20 Kilogramm größtenteils THC-arme Hanfsamen in der Stadt ausgesät. Der bewusstseinsverändernde Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) kommt nur in den Blüten der weiblichen Hanfpflanzen vor. Solange die Pflanze jedoch keine Blüten gebildet hat, ist der Unterschied für Laien nicht zu erkennen.

Die Konzentration des Wirkstoffs in der Pflanze kann variieren, sagte

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Elisabeth Mickler-Kirchhelle von der Göttinger Drogenberatung der HNA, als im vergangenen Jahr Hanfpflanzen in der Innenstadt zu finden waren. „Moderne Züchtungen haben einen sehr hohen Wirkstoffgehalt.“

Die Stadt habe schon Mitte Juni angefangen, die Pflanzen zu entfernen, sagt Kaatz. Anders die Grüne Jugend. Sie solidarisiert sich mit der Aktion und ruft - wie schon im vergangenen Jahr - zu einem Fotowettbewerb auf. Die Gründe Jugend will so ihre Forderung bekräftigen, die Droge zu entkriminalisieren. Bisher sind sieben Fotos auf der Seite der Grünen Jugend zu sehen.

Auch die HNA hat sich im Stadtgebiet auf die Suche nach den Pflanzen gemacht. Eine fanden wir in einem Blumenkübel an der Johannisstraße, eine andere an der Weender Landstraße. (sas/mho)

Archivfotos aus dem vergangenen Sommer

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