Termin lässt sich nicht einhalten 

Hochsicherheits-Klinik: Baumängel verzögern den Bezug

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Modernes Haus in Göttingen: Maßregelvollzugzentrum in Göttingen auf dem Leineberg in der Südweststadt. Der Bezug verzögert sich um einige Monate.

Göttingen. Bauverzögerung beim neuem Hochsicherheitskrankenhaus in Göttingen. Die Außenstelle des Niedersächsischen Maßregelvollzugszentrums geht voraussichtlich erst im März 2016 in Betrieb, geplant war ein Start Anfang des Jahres.

Nun ist klar: Das neue Hochsicherheitsgebäude auf dem Leineberg in Göttingen des Niedersächsischen Maßregelvollzugszentrums in Moringen kann erst mit mehrmonatiger Verzögerung bezogen werden. Gründe: Baumängel müssen beseitigt werden, und die Sicherheitsanlage kann nicht rechtzeitig in Betrieb genommen werden.

Eigentlich hätten zu Jahresbeginn die ersten Patienten in die Göttinger Außenstelle der Spezialklinik für psychisch kranke Straftäter einziehen sollen. Dieser Termin lasse sich leider nicht mehr einhalten, sagte der Ärztliche Direktor des Maßregelvollzentrums, Dr. Dirk Hesse.

Die Bauarbeiten für das mehr als rund 30 Millionen Euro teure Gebäude hatten im Sommer 2013 begonnen. Die neue Einrichtung ist ein Ersatzbau für das so genannte „Feste Haus“ in Göttingen, in dem bislang die besonders hoch zu sichernden Patienten untergebracht sind, die wegen besonderer Gefährlichkeit oder Fluchtgefahr nicht in anderen Krankenhäusern behandelt werden können. Nach der Fertigstellung können in dem Neubau bis zu 70 psychisch kranke Straftäter untergebracht werden, der Altbau bot dagegen nur Platz für 32 Patienten.

Ein Grund für die Verzögerung sei, dass einige Firmen beanstandete Mängel nicht zügig beseitigt hätten, sagte Hesse. Außerdem gebe es Verzögerungen bei der Inbetriebnahme der Sicherheitsanlage, die beauftragte Firma müsse das System noch entsprechend programmieren.

Die neue Klinik, die mit ihrem quadratischen Innenhof optisch eher einer Klosteranlage als einem Gefängnis ähnelt, wird eines der bestgesicherten Gebäude in Niedersachsen sein. 

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