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IWF-Gelände: Grüne entdecken ausgetauschte Daten

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Von: Thomas Kopietz

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Eiskalte Angelegenheit: Um das ehemalige Gelände des Instituts für den Wissenschaftlichen Film (IWF) gibt es wieder Unklarheiten. Das Thema wird im Bauausschuss behandelt. Foto: Kopietz
Eiskalte Angelegenheit: Um das ehemalige Gelände des Instituts für den Wissenschaftlichen Film (IWF) gibt es wieder Unklarheiten. Das Thema wird im Bauausschuss behandelt. © Foto: Kopietz

Göttingen. Wieder gibt es Unruhe um die Bebauung des ehemaligen Geländes Institut für den wissenschaftlichen Film (IWF). Nun soll die Stadtverwaltung Unterlagen ausgetauscht haben. Die Verwaltung widerspricht den von Grünen und Bürgerinitiative geäußerten Vorwürfen und begründet Änderungen.

Es geht um die öffentlich ausgelegten Unterlagen zum entsprechenden Bebauungsplan (IWF/Nonnenstieg 72) und Flächennutzungsplan „Südlich Nonnenstieg“. Insgesamt bei vier Dateien/Dokumenten sollen nach Erkenntnissen der Grünen Veränderungen vorgenommen und ausgelegt worden seien. In 13 Punkten gäbe es demnach inhaltliche und redaktionelle Änderungen. Teilweise tauchen deutlich veränderte Analyseergebnisse auf, Zahlen wurden verändert und Sachverhalte textlich anders bewertet.

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen erwartet deshalb im Bauausschuss Antworten auf sieben Fragen. Bedeutend dürfte die Fragestellung sein, welche Folgen diese Änderungen für die Bebauungsplanung und den geänderten Flächennutzungsplan, letztlich sogar für das gesamte Projekt im zukünftigen Quartier am Nonnenstieg haben.

Und schließlich taucht die Frage nach personellen Konsequenzen auf. Wer steckt hinter den Änderungen, wer hat sie veranlasst und schließlich vollzogen? Mit Spannung schauen deshalb nicht nur die Mitglieder der Bürgerinitiative Pro Nonnenstieg auf die Beratung im Bauausschuss am Donnerstag, 6. Februar, um 16.15 Uhr im Neuen Rathaus, Raum 118.

Der BI-Vorsitzende Burkhard von Samson jedenfalls stellt bereits zum wiederholten Mal ein „eigenmächtiges Verwaltungshandeln“ im im Ringen um das IWF-Areal fest. So seien schon die Kriterien für den Architektenwettbewerb im Februar 2012 allein von Verwaltung und Investor festgelegt worden. Auch die Grünen hatten damals einen Antrag gestellt, mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung gefordert, waren aber im weiteren Verfahren auf die Verwaltungslinie eingeschwenkt.

Ein Zurückziehen des neuen Vorstoßes der Grünen möchte von Samson nicht wieder erleben. Er fordert von Stadtbaurat Thomas Dienberg, dass der am Donnerstag auf die Grünen-Anfrage detailliert eingeht. Dienberg will das tun. In einer Pressemitteilung nennt er Gründe für die Änderungen: Das dem Bauausschuss vorliegende Auslegungsexemplar sei auf der Grundlage von Ausschussberatungen in teilweise „redaktionell angepasst worden.“ (tko)

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