Jimi Blue Ochsenknecht in Göttingen: Wilder Kicker-Kerl trifft Darth Vader

Schlüpfte in die Rolle des „Leon“: Jimi Blue Ochsenknecht. Beim Literaturherbst las er aus den „Wilden Kerlen“. Foto: Voß

Göttingen. Für die einen ist er der Fußballheld Leon, für die anderen ein richtig cooler Typ: Jimi Blue Ochsenknecht.

Mit einer Mischung aus beidem, begeisterte der Schauspieler und Musiker beim Göttinger Literaturherbst im Alten Rathaus. Vor einem bunten Publikum aus Teenies und Müttern las der 24-Jährige aus Joachim Massaneks „Die Wilden Kerle“, für deren fünfteilige Verfilmung er gemeinsam mit seinem Bruder Wilson Gonzales („Marlon“) vor der Kamera gestanden hat.

In der gut einstündigen Veranstaltung nahm der Sohn von Uwe Ochsenknecht seine Zuhörer nicht nur mit in die Welt der Grünwalder Fußballjungs Leon, Marlon, Jojo, Felix oder Tip-Kick-Maxi, sondern auch auf eine Reise in seine eigene Kindheit. Und er verriet seinem aufmerksamen Publikum dabei so manches Geheimnis. Denn ähnlich wie die Romanfiguren Leon und Marlon sind auch die Ochsenknechts im Münchner Vorort Grünwald aufgewachsen. Ein Zufall? „Nein“, lachte Ochsenknecht, „denn der Autor Joachim war unser Nachbar.“

Die Figur des wilden Stürmers Leon, der selbst vor dem „Darth Vader der Grünwalder Kicker“, dem „Dicken Michi“ nicht klein beigibt, war ihm damit auf den Leib geschrieben. „Ja, auch wir waren wild“, grinste er, „früher, als wir noch jung waren. Jetzt bin ich ja alt – 24.“

Vor einem staunenden Publikum erzählte Ochsenknecht denn auch von Angeltouren oder wagemutigen Fahrten über Felder und Wiesen, um das eigentlich nur für den Dreh von Kinofilm Teil vier erhaltene Crossmotorrad noch ein bisschen länger fahren zu können.

Und obwohl er eigentlich immer Polizist habe werden wollen, die Entscheidung zur Schauspielerei hat Ochsenknecht nie bereut. „Auch einmal das komplette Gegenteil von sich selbst spielen zu können, ist ein tolles Gefühl“, erklärte er, bevor er seine Zuhörer mit einem letzten Bekenntnis in den Abend entließ, „Und der ‘Dicke Michi’ ist doch eigentlich auch ein richtig cooler Typ!“

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