Junges Theater startet Saison mit zwei Premieren

Freuen sich auf die Premieren im Kinder-und Jugendtheater: (von links) Bühnenbildnerin Susanne Ruppert, Intendant Nico Dietrich und Regisseur Peter Christoph Scholz. Mit farbenprächtigen Dekorationen wollen sie ihre jungen Zuschauer begeistern. Foto: Voß

Kinder und Jugendliche stehen in dieser Spielzeit beim Jungen Theater im Fokus. Mit Stücken über unbekannte Welten wollen die Ensemblemitglieder ihr Publikum begeistern.

„Wir wollen uns in unserer Arbeit wieder den eigentlichen Kerngebieten widmen“, fasst Intendant Nico Dietrich den Spielplan der aktuellen Saison zusammen. Mit den Stücken „Krieg - stell Dir vor, er wäre hier“ und „Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“ präsentiert das Ensemble seinem Publikum gleich zwei Premieren.

Kindertheater

In der „Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“ muss eines Tages ein junger Löwe (Jan Reinartz) erkennen, dass es für das eigene Lebensglück mehr braucht, als laut und eindrucksvoll brüllen zu können. Denn als er sich in eine Löwendame verliebt, kommt er plötzlich in die Verlegenheit, ihr einen Brief schreiben zu müssen, um sie kennenlernen zu können. Und dass, wo er nicht schreiben kann. Aber dies zuzugeben, kommt für den König der Tiere natürlich nicht in Frage.

Gemeinsam mit den Schauspielerinnen Franziska Lather und Agnes Giese können jungen Zuschauer ab vier Jahren erleben, wie der Löwe allmählich begreift, dass es dem eigenem Ansehen durchaus nicht schadet, zuzugeben, auch einmal etwas nicht zu können. Die Regie zur rund 40 minütigen musikalischen Geschichte führt das Ensemblemitglied Peter Christoph Scholz. Erstmalig in die bunte Welt der Tiere eintauchen, können Familien am Sonntag, 16. Oktober, um 15 Uhr im Jungen Theater an der Hospitalstraße 6. Neben regulären Aufführungen sind für Kindergärten und Schulen Sondervorstellungen möglich.

Jugendtheater

Wesentlich ernster geht es in der Inszenierung „Krieg - Stell Dir vor, er wäre hier“ von Nico Dietrich vor. In einem Gedankenexperiment nach dem gleichnamigen Roman von Janne Teller möchte er Schüler ab 12 Jahren mit dem Szenario konfrontieren, was zu tun wäre, wütete der Krieg nicht in fernen arabischen Staaten sondern in Deutschland. „Wir müssten uns auf die Flucht begeben. Aus ehemals gutsituierten Göttinger Bürgern würden in Ägypten vielleicht Gestrandete, die sich mit dem Verkauf von Kuchen über Wasser halten müssten“, erklärt Dietrich. Sich in die Situation von Flüchtlingen hineinversetzen, können jugendliche Zuschauer nicht nur ab Freitag, 21. Oktober, 20 Uhr im Theater, sondern auch im eigenen Klassenzimmer. Ausgestattet mit Megafon und Whiteboard wird die mobile Produktion auf Anfrage sowohl in Göttingen wie auch im Landkreis unterwegs sein.

Auskünfte zu Sonder- und Schulvorstellungen gibt Kathrin Müller-Grüß unter 0551/ 49 501 77 sowie per E-Mail-Anfrage an jugend@junges-theater.de.

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