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Lachen auf Ansage: Lachclub trifft sich einmal in der Woche

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Von: Lara Sasse

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Im Lachtunnel: Hannelore Selaskowsky hat Spaß am gemeinsamen Lachen. Fotos: Sasse
Im Lachtunnel: Hannelore Selaskowsky hat Spaß am gemeinsamen Lachen. © HNA/Sasse

Göttingen. Lachen ist auch spontan möglich - nur weil man es will. Das beweist der Lachclub in Göttingen. Wilhelm Groppe kann sich vor Lachen nicht mehr halten. Immer wieder schüttelt es ihn: „Hihihih, „Hihihi!“

Er steht mit 14 Frauen und drei Männer im Kreis des Roten Raumes im Göttinger Kulturzentrum Musa.

Die Teilnehmer des Lachclubs sind barfuß oder tragen Socken. Immer zwei von ihnen wenden sich einander zu, einer lacht, der andere lauscht, tippt den nächsten an und lacht die Botschaft weiter. Alle anderen lachen mit - ohne Unterbrechung lacht Wilhelm Groppe.

„Menschen kommen mit verschiedenen Motivationen zum Lachyoga“, sagt Egbert Griebeling. Er ist Lachyoga-Trainer. Einige hätten einfach Spaß am Lachen, andere hätten wenig Möglichkeiten zum Lachen und würde dies hier ausleben.

Es gibt drei Möglichkeiten: Einmal sei Lachen über Humor möglich. „Viele meinen das sei der gebräuchlichste Weg“, sagt Griebeling. Außerdem lachen Menschen, wenn sie sich über etwas freuen. „Die dritte Möglichkeit ist die motorische Komponente“, sagt der Lachtrainer. Das sei wie eine Körperübung und so könne man immer und überall lachen.

Im Lachclub wird das regelmäßig praktiziert. Jeden Mittwoch treffen sich Lachbegeisterte im Roten Raum in der Musa, dem Kulturzentrum Göttingen, Hagenweg 2a. Die Teilnahme kostet pro Abend fünf Euro. Los geht es um 18.30 Uhr. Eine Stunde wird gelacht. Wer zum ersten Mal dabei ist, sollte zehn Minuten früher da sein.

Hannelore Selaskowsky kommt schon seit zweieinhalb Jahren zum Lachclub. „Es macht Spaß, und hier ist immer gute Stimmung“, sagt sie.

Begleitet wird das Lachen an diesem Abend von einer Geschichte. Die Teilnehmer sollen sich vorstellen auf einer

Spaß ohne Unterbrechung: Wilhelm Groppe
Spaß ohne Unterbrechung: Wilhelm Groppe © HNA/Sasse

Gartenparty zu sein. Und so begrüßen sie sich lachend, schlürfen einen Lach-Cocktail und essen Lach-Häppchen. Und dann gibt es noch den Lachtunnel. Alle stehen Spalier. Immer paarweise laufen zwei Teilnehmer durch den Tunnel. Und dabei - wie könnte es anders sein - wird natürlich gelacht.

Beim Lachyoga werden - wie der Name schon verrät Yoga-Übungen mit Lachen verbunden. Praktiziert wird diese Form der Fröhlichkeit in 72 Ländern und in 180 Lachclubs in Deutschland, weiß Griebeling.

Eine ganz besondere Erfahrung mit dem Club hat Angela Ingle gemacht. Sie leidet unter Schlafstörungen. Nach ihrem Besuch beim Lachclub konnte sie acht Stunden durchschlafen.

Von Lara Sasse

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