Lebensmittel: Göttinger Forscher für bessere Kennzeichnung

Göttingen. Göttinger Wissenschaftler setzen sich für eine mehrstufige und damit bessere Kennzeichnung von Lebensmitteln ein.

„Ein Produkt ist selten tierfreundlich oder nicht tierfreundlich hergestellt, in der Regel gibt es eine breite Grauzone“, sagte am Dienstag die Ernährungswissenschaftlerin Ramona Weinrich. „Ein mehrstufiges Label könnte helfen, diese Abstufungen für Verbraucher sichtbar zu machen.“

Wichtige Information

Label und Gütezeichen auf Lebensmitteln gelten als ein wichtiges Informationsinstrument für Verbraucher. Sie geben beispielsweise Auskunft darüber, ob ein Artikel biologisch hergestellt wurde oder ob bei der Produktion Belange des Tierschutzes beachtet wurden. Allerdings sind die meisten Gütesiegel zurzeit binär - entweder besitzt das gekennzeichnete Produkt eine bestimmte Eigenschaft oder eben nicht.

Während es bei der Klassifizierung von Hotels oder dem Energieverbrauch von Elektrogeräten schon lange mehrstufige Kennzeichnungen gibt, wurde dies für Lebensmittel bislang noch nicht getestet.

Die Forschergruppe um Weinreich hat nun in einer Studie die Marktchancen eines mehrstufigen Labels für Lebensmittel untersucht. Sie entwickelte dafür ein fiktives Tierwohllabel – ein binäres und ein mehrstufiges – und legte es 1500 Verbrauchern zur Beurteilung vor.

Thema Tierwohl

Die Befragung habe gezeigt, dass ein mehrstufiges Labelsystem für Tierwohl im Vergleich zu einem binären System deutlich höhere Marktanteile ermöglichen könne, sagte Weinrich. „Bei einem mehrstufigen Labelsystem würden also deutlich mehr tierfreundliche Produkte gekauft als bei einem einstufigen.“ (epd/bsc)

Rubriklistenbild: © nh

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