Lord of the Dance in der Göttinger Lokhalle: Anmutiger irischer Tanz

Nicht repräsentativ: Die Pressevertreter durften nur aus der Ferne und nur in den ersten fünf Minuten fotografieren, wo vor allem in weißen Kostümen getanzt wurde. Aus Fotografensicht attraktivere, bunte Motive gab es erst später in der Show zu sehen. Foto: Eriksen

Göttingen. 2000 Besucher ließen sich in der Göttinger Lokhalle von der vor 20 Jahren entstandenen Show „Lord of the Dance“ hinreißen. Erzählt wurde eine alte irische Legende um den Kampf von guten gegen böse Mächte.

Natürlich stand der irische Tanz mit seinen kraftvollen und anmutigen Stepp-, Ballett- und Sprungfiguren im Mittelpunkt, eine wahre Augen- und Ohrenweide. Die Kostüme zeigten immer wieder eine andere Optik.

Die Frauen waren mal feenhaft in Pastelltönen, mal lasziv in eng anliegenden Glitzer-Outfits. Es gab aber auch Tänze von Männern wie Frauen ganz in weiß. Die Männer traten überwiegend in schwarz auf und zeigten auch mal nackte Oberkörper.

Für Abwechslung zwischen den variationsreichen Tanzdarbietungen sorgten, attraktiv in immer anderen Glitzer-Kleidern, zwei mitreißende Solo-Geigerinnen und eine Sängerin mit einer warmen, schönen Stimme. Die von irischer Volksmusik inspirierten, mal temperamentvollen, mal schwärmerischen Kompositionen der Show stammten vom Iren Gerard Fahy.

Der charismatische Spitzentänzer und Erfinder der Show Michael Flatley, der 1958 in den USA in eine Familie mit irischen Wurzeln geboren wurde, konzentriert sich seit Frühjahr 2016 auf Regie und Choreographie.

Er ist weiterhin so beliebt, dass auf dem zehn Euro teuren Programm und den Plakaten eigens erwähnt wurde, dass er auf der Deutschlandtour in diesem Herbst nicht selbst auftritt.

Flatley hat behutsam moderne Elemente in die weltweit erfolgreiche Show mit dem neuen Titel „Dangerous Games“ (Gefährliche Spiele) eingebaut. Auf der Seite der Guten kämpften Roboter mit rot glühenden Augen. Das Bühnenbild war eine riesige Leinwand, auf der beeindruckende Szenarien projiziert wurden: idyllische irische Wälder mit Pferden und Einhörnern und Felder mit Vögeln und Schmetterlingen einerseits und raue, graue oder feuerlodernde Landschaften andererseits, je nachdem ob die Guten oder die Bösen auftraten. Hinzu kamen Licht- und Knall-Effekte.

Die begeisterten Zuschauer honorierten die unterhaltsame, musikalisch und optisch ansprechende Show mit Jubel und tosendem Beifall nach jeder Nummer.

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