Marode Balken entdeckt - Sanierung des Alten Rathauses wird teuer

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Mehr Schäden am Alten Rathaus entdeckt: Deshalb muss die Stadt Göttingen für die Sanierung tiefer in die Tasche greifen.

Göttingen. Die Sanierung des Altes Rathauses in Göttingen wird deutlich teurer als erwartet. Die Kosten steigen von 950.000 Euro auf 1,4 Millionen Euro.

Das wurde im Bauausschuss der Stadt Göttingen bekannt. Einige Balken des 450 Jahre alten Gebäudes sind deutlich in Mitleidenschaft gezogen worden, müssen saniert und dringend verstärkt werden, sagte Dinah Epperlein von der Stadt Göttingen.

Die Ursache sind Probleme bei der Dachentwässerung. Viele der Ablaufrinnen führten das Wasser bislang nur schlecht ab. Folge: Es bildete sich Staunässe – und die führte zu massiven Schäden an den Balken. Deshalb werden nun auch mehrere Regenabläufe aus verzinkten Blechen neu angebracht.

Im Juli hatte die Sanierung des Alten Rathauses begonnen. Zunächst gab es Arbeiten an den Steinen des Gebäudes. So wurden auch die Zinnen des Gebäudes grundlegend überarbeitet.

„Wenn man unten steht, weiß man gar nicht, wie es oben aussieht“, sagte Ratsmitglied Ulrich Holefleisch (Bündnis 90/Die Grünen). Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung sagte Stadtbaurat Thomas Dienberg: „Das ist nichts, was uns aus den Socken hauen müsste.“

Die zusätzlichen Ausgaben von 450 000 Euro sollen im Haushaltsplan 2017 der Stadt bereitgestellt werden. Die Zusatzarbeiten sollen im neuen Jahr beginnen. Einen genauen Zeitplan dafür gibt es allerdings noch nicht. Außerdem ist unklar, ob unter dem Dach liegende Ausstellungsflächen während der Sanierungsarbeiten gesperrt werden müssen, was Auswirkungen auf den Kulturbetrieb mit Ausstellungen haben könnte.

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