Verwaltungsgericht findet "verborgene" Studienplätze

Uni Göttingen muss 20 weitere Medizin-Studenten aufnehmen

Das Verwaltungsgericht an der Berliner Straße in Göttingen: Hier fielen die Entscheidungen. Archivfoto: bsc

Göttingen. Die 8. Kammer des Verwaltungsgerichts Göttingen hat die Universität Göttingen verpflichtet, in den Studiengängen Humanmedizin vorläufig insgesamt 20 weitere Studierende aufzunehmen.

Wie zu Beginn jedes Semesters haben auch im Sommersemester 2015 zahlreiche Antragsteller versucht, durch gerichtliche Entscheidung einen Studienplatz außerhalb der durch Verordnung festgelegten Studienplatzkapazität zu erhalten. Dabei ging laut Verwaltungsgericht die Zahl der Studienwilligen, die vor Gericht zogen, gegenüber den vergangenen Semestern erneut zurück.

In den Studiengängen Human- und Zahnmedizin hatte die Kammer insgesamt etwa 300 Anträge zu bearbeiten. Bei der Kontrolle der von der Universität vorgenommenen Kapazitätsberechnungen fand das Göttinger Gericht im Bereich Humanmedizin 19 und im Bereich Klinische Medizin einen „verborgenen“ Studienplatz.

Die Beschlüsse haben die Aktenzeichen 8 C 2/15 (Humanmedizin), 8 C 13/15 (Klinische Medizin) und 8 C 14/15 (Zahnmedizin). Gegen die Entscheidungen können die Universität und die nicht zum Zuge gekommenen Antragsteller innerhalb von zwei Wochen Beschwerde bei dem Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg einlegen.

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