Besucher der Info-Veranstaltung konnten Probefahrt machen

Mehr Unfälle mit E-Bikes: Göttinger Polizei gab Tipps zur Sicherheit

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Polizeiinspektion Göttingen: Experten der Polizei informierten zum Thema Elektro-Fahrräder und gaben Tipps auch zur Technik.

Göttingen. „Sicher in den Frühling“ sollen die Göttinger mit dem Elektrofahrrad radeln. Seitdem die Räder populärer werden, steigen auch die Unfallzahlen. Deshalb hat die Polizeiinspektion Göttingen die erste Info-Veranstaltung dazu ausgerichtet. Mehr als 100 Zuschauer kamen.

E-Rad: Probleme für Fahrer

Während die Fahrer von Elektrorädern oft nicht mehr „auf dem Höhepunkt ihrer sportlichen Talente“ seien, entwickelten ihre Zweiräder mehr Kraft als ein normales Fahrrad, beschrieb Polizeidirektor Thomas Rath die Situation. So müsse der Fahrer und die höhere Geschwindigkeit einkalkulieren das Halten üben. Gefährdet sind vor allem die Fahrer, die das Gerät unterschätzen.

Unfallschwerpunkte

Unfallschwerpunkte für Fahrradfahrer benannte der Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Göttingen, Jörg Arnecke. Es sind unter anderem in Göttingen die Kreuzungen Groner und Geismar Tor, der Kreisel Godehardstraße/Königsallee sowie die Kreuzung Robert-Koch-Straße/Kreuzbergring. Acht sogenannte Ghost-Bikes erinnern in Göttingen an Verkehrsunfälle, bei denen ein Fahrradfahrer starb. Das neunte soll bald aufgestellt werden.

Unfallursachen

Als häufige Unfallursache nannte Jörg Arnecke vor allem Fehler beim Abbiegen. Dazu käme die vom Autofahrern unterschätzte Geschwindigkeit des Fahrrads. Arnecke wies darauf hin, dass auch für ein Fahrrad ein Führerschein nötig sein könne. Für das Fahren eines E-Bikes oder Pedelecs, das 45 km/h fährt, wird ein Führerschein der Klasse AM gefordert.

Pro E-Rad: Klimaschutz

Schnelligkeit und Klimaschutz nannte die Klimaschutzmanagerin für die Stadt Göttingen, Nina Hemprich, als Argumente dafür, warum Pendler Pedelecs nutzen sollten. Bei einer Strecke von bis zu acht Kilometern in der Stadt erreiche man sein Ziel auf einem Rad mit Motor schneller als mit dem Auto.

E-Rad: Kosten

Der Preis mit etwa 2000 Euro und die Verbrauchskosten seien um ein Vielfaches geringer als beim Auto. Nicht mal ein Cent koste ein Kilometer. Ähnlich überzeugend: Mit nur sechs Gramm CO2 pro Kilometer belaste der Fahrer die Öko-Bilanz. Zur Einordnung: Etwa zehn Tonnen pro Jahr gingen durchschnittlich auf das Konto eines Deutschen.

Fahrrad-Test

Großen Zulauf erfuhr Massao Wolf von der Fahrradgarage Gleichen beim Probefahren. Im Hof der Polizeiinspektion konnten die Zuhörer bei ihm elektrisch angetriebene Fahrräder testen. Die Teilnehmer interessierten sich außerdem für Fahrradregistrierung und sichere Schlösser.

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