125.000 Euro vom Land 

Großer Umbau geplant: Göttinger Verein Musa bekommt mehr Raum 

Umbau und Platz für neue Gruppen: Das soziokulturelle Zentrum Musa am Hagenweg in Göttingen. Das Deutsche Theater hatte seinen Fundus in dem Gebäude. Mittlerweile haben die Feuerwehr und die Musa darin Räume bezogen. Foto: Kopietz

Göttingen. Das Land Niedersachsen investiert mehr als 600.000 Euro in den Ausbau und die Modernisierung soziokultureller Zentren. Der Göttinger Verein Musa erhält die größte Summe: 125.000 Euro.

Damit soll ein 175.000 Euro teures Projekt Wirklichkeit werden. In der Musa soll das Erdgeschoss umgebaut und barrierefrei werden.

Hintergrund ist, dass die Musa im Hagenweg den ehemaligen Fundus des Deutschen Theaters übernommen hat, um- und ausbauen möchte. Auf 300 Quadratmetern in dem Gebäude ist die Feuerwehr eingezogen. 1000 Quadratmeter sollen zu einer „soziokulturellen-inklusiven Landschaft“ werden, wie es Tine Tiedemann umschreibt. Konkret: Im Erdgeschoss werden Ateliers, Räume für Künstlergruppen, darunter Fotografen und Medienschaffende, aber auch freie Gruppen entstehen – alles barrierefrei und geeignet für behinderte Menschen.

400.000 Euro stellt die Stadt für diese Umgestaltung bereit. „Den Rest versuchen wir selbst aufzutreiben“, sagt Tiedemann. Insgesamt werden etwa eine Million Euro benötigt. Die 125.000 Euro vom Land helfen dabei, damit soll geplant und das Innenleben des Hauses barrierefrei werden. Die Musa-Verantwortlichen hoffen aber auf noch mehr Geld vom Land: „Weitere Anträge laufen.“

Werden die genehmigt, kann es weitergehen – bis zum Innenausbau. Tine Tiedemann jedenfalls ist guter Dinge: „Ich denke, dass Vorhaben kann gelingen.“

Die Musa ist das größte soziokulturelle Zentrum in Niedersachsen. Am Hagenweg bewirtschaftet der Verein ein Gebäude mit 3500 Quadratmetern. Darin gibt es große und kleine Bühnen, ein Tonstudio, Konzert- und Theatersäle sowie Übungsräume für etwa 60 Bands. In der Musa arbeiten acht Festangestellte und ein Auszubildender. 14 Mitarbeiter sind für den Service und die Reinigung zuständig. In der Musa finden pro Jahr mehr als 250 Veranstaltungen statt. Die Integrationsarbeit – auch mit Migranten und auffälligen Jugendlichen – nimmt großen Raum in der Arbeit des Zentrums ein.

Insgesamt unterstützt das Ministerium für Wissenschaft und Kultur 15 Einrichtungen, die der Landesbeirat Soziokultur zur Förderung empfohlen hat. Dabei geht es oft um die Anschaffung und Modernisierung der Licht-, Ton- und Bühnentechnik oder von konkreten Projekten wie Generationen- und Integrationsarbeit. „Wir erhöhen die Attraktivität der soziokulturellen Zentren kontinuierlich und sorgen dafür, dass diese Einrichtungen weiterhin gute Arbeit leisten können, sagt die Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Klajic. 

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