Selbstversuch: Als Nachwuchsartistin bei Flic Flac

Manege frei: Die HNA-Volontärin Claudia Voß im Selbstversuch auf dem Todesrad. Während des „Trainings“ unter Anleitung des FlicFlac-Teams standen auch ein Besuch in der Motorradkugel und dem Hochseil auf dem Programm. Foto: Jelinek

Einen Vormittag unter der Zirkuskuppel. Eine HNA-Volontärin testet die Attraktionen von Flic Flac im Selbstversuch.

„Jetzt bekommen Sie gleich ein Feeling, wie es ist, in unserer Todeskugel, dem „Globe of Speed“, zu stehen“, mit diesen Worten empfängt der Pressesprecher vom Zirkus Flic Flac, Rudi Bauer, eine Handvoll Göttinger Journalisten unter der gelb-schwarz gestreiften Zirkuskuppel. Einen Vormittag lang will er gemeinsam mit seinem rund 20köpfigen Team Einblicke in die Kunst der Artistik geben.

Während die kolumbianischen Motocrossfahrer Sergio und Jhon bereits die Motoren ihrer Honda-Rennmaschinen aufheulen lassen, bekommen die Gäste beim der Anblick der 6,50 Meter hohen Stahlkugel ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Noch bevor sie es sich jedoch anders überlegen können, steht der erste von ihnen mitten in der Kugel und die beiden Artisten rasen in wilden Fahrmanövern an ihm vorbei.

„Heute waren wir langsam“, lacht der 23-jährige Jhon nach der Fahrt, „Normalerweise fahren wir in den Shows mit gut 60 Kilometern pro Stunde durch die Kugel. Und das nicht nur zu zweit, sondern oft zu siebt. Unser Rekord liegt bei Elf.“

Unsicher fühlt sich Jhon dabei nicht, das erste Mal auf einem Motorrad gesessen hat er mit elf Jahren. Seit drei Jahren begeistert der Kolumbianer gemeinsam mit Cheffahrer Sergio mit dieser Nummer allabendlich die Zuschauer.

„Der ‘Globe of Speed’ gehört mit der Hochseilakrobatik und dem Todesrad zu unseren traditionellen Shownummern und die Zuschauer lieben diesen Nervenkitzel“, erklärt Pressesprecher Bauer. Gezeigt werden die Kunststücke laut Bauer ausschließlich von Kolumbianern. „Nur sie sind verrückt genug, um sich in die Mange zu trauen, europäische Künstler konnten wir bis jetzt für diese Akrobatik noch nicht gewinnen.“

Und das nicht ohne Grund: auch die Hochseilakrobatik hat es in sich. Während die Gäste nur den Weg über ein wenige Zentimeter breites Drahtseil in acht Metern Höhe, angegurtet und unter fachkundiger Begleitung meistern müssen, legen die Flic Flac-Artisten den gleichen Weg normalerweise zur Pyramide aufgestapelt zurück. Vergleichsweise harmlos erscheint dagegen das Todesrad, einer frei unter der Zirkuskuppel schwebenden Achse, an dem zwei Lauräder befestigt sind. „Von den Zuschauerrängen sieht das immer ganz einfach aus. Dabei gehört schon eine Portion Mut dazu, sich in diese Höhen zu wagen“, sprich Bauer aus, was so mancher Gast bei diesen Anblicken denkt. „Aber das ist eben Zirkusmagie.“

Noch bis Sonntag, 9. Oktober, zeigen die Artisten mit ihrem Programm „Höchststrafe - 25 Jahre Flic Flac“ auf dem Schützenplatz ihr Können. Informationen zu Vorstellungen und Eintrittspreisen gibt unter www.flicflac.de.

HNA-Reportage: Als Nachwuchsartistin bei Flic Flac

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