27 Neue sorgen für frischen Wind im Rat der Stadt Göttingen

Blick auf das Neue Rathaus: Im Verwaltungssitz der Stadt Göttingen ist auch der Ratssaal unterbebracht, wo das Stadtparlament tagt. Foto: Mühlhausen/nh

Göttingen. Im Rat der Stadt Göttingen bleiben die stabilen Machtverhältnisse erhalten – SPD und Grüne kommen zusammen auf gut 53 Prozent der Stimmen. Vor vier Jahren waren es aber noch 60,3 Prozent gewesen.

Mit dem Schrecken von Fukushima im Rücken hatten die Wähler die Grünen bei der Ratswahl 2011 auf sagenhafte 27,9 Prozent katapultiert. Das war nicht zu halten: Mit 20,58 Prozent (9 Sitze) aber bleibt Göttingen eine Grünen-Hochburg im Land. Die SPD legt von 32,4 auf 32,62 Prozent zu. Die Göttinger Genossen sind damit zufrieden, haben das Ergebnis und die 15 Mandate von 2011 bestätigt.

Nicht ganz geschafft hat das die CDU, die kurz vor dem Wahltermin noch einmal den Tonfall im Wahlkampf verschärfte. Sie verlor 1,8 Prozent im Vergleich zu 2011, kommt auf 24,44 Prozent und 11 Sitze – einer weniger als bisher.

Die FDP hat ihr Tief von vor fünf Jahren mit 3,3 Prozent überwunden und konnte sich auf 5,41 Prozent steigern. Das bedeutet nun 3 Sitze – vorher ein Sitz. Die Linke Göttingen landet nach 6,2 Prozent nun bei 6,33 Prozent (3 Sitze).

Beachtlich ist das Ergebnis der in der Stadt rührigen Piratenpartei: Die Piraten sind generell in rauhe See geraten, in Göttingen halten sie Kurs, kommen nach 3,7 Prozent 2011 nun auf 3,31 Prozent und können zwei Abgeordnete stellen. Die Partei und Antifa Linke erhalten je ein Mandat.

Bekannte Namen dabei

Bewegung ist in die Fraktionen gekommen: 27 Neue nehmen auf den 46 Sitzen im Ratssaal Platz, darunter auch alte Hasen wie Gerd Nier (Linke) oder bekannte Göttinger wie Wibke Güntzler, Olaf Feuerstein (beide CDU), Dr. Karl Adam (SPD) und Thomas Harms (Grüne). (tko)

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