Nobelpreisträger beim Science Festival live erleben

Lauschten gebannt den Vorträgen der Wissenschaftler: Über 500 Schüler und zahlreiche Interessierte besuchten das diesjährige Science Festival des Göttinger X-Lab. Foto: Theodoro da Silva/nh

Göttingen. Welche Eigenschaften hat Spinnenseide und wie nutzt Spiderman diese? Das erklärte Prof. Dr. Thomas Scheibel in seinem Vortrag beim zwölften Göttinger Science Festival.

Scheibel war einer von insgesamt sieben renommierten Wissenschaftlern, der Schülern der Oberstufe in allgemeinverständlicher Sprache seine aktuellen Forschungsergebnisse erklärte. Organisiert wird das Science Festival jedes Jahr von X-Lab, dem Göttinger Experimentallabor für junge Leute.

„Wir wollen den Schülern mit der Veranstaltung etwas Besonderes bieten und ihr Interesse für Wissenschaft wecken. Sie erhalten bei den Vorträgen einen Einblick in die Forschung und kommen direkt in Kontakt mit Wissenschaftlern“, sagt Prof. Dr. Eva-Maria Neher, Gründerin und Geschäftsführerin des X-Lab.

Angebot für Schüler

Vorbild für das Science Festival, das 2004 zum ersten Mal veranstaltet worden ist, waren die Lindauer Nobelpreisträgertagungen. „Doch diese Veranstaltung ist nur für Nachwuchswissenschaftler. Unser Angebot richtet sich gezielt an Schüler“, erklärt Neher. Dieses Jahr nahmen über 500 Oberstufenschüler an den kostenlosen Vorträgen teil.

„Wir sind überwältigt von der Resonanz. Die Vorträge wurden so gut angenommen, dass wir diese sogar über einen Beamer in ein anderes Gebäude übertragen haben. Im Hörsaal war nicht genug Platz für alle Teilnehmer“, sagt Neher.

Die Science Festivals stehen bewusst unter keinem bestimmten Motto: „Uns ist eine gute Mischung der Vorträge wichtig. Biologie, Chemie und Physik - wir wollen alle Fachbereiche abdecken.“

Auch in diesem Jahr hielt ein Nobelpreisträger einen Vortrag bei der Veranstaltung. Prof. Dr. Hartmut Michel vom Max-Planck-Institut für Biophysik spach über die Funktionen von Membranproteinen.

Die Schüler kamen nicht nur aus Südniedersachsen, sondern unter anderem auch aus Hamburg, Gladbeck (Nordrhein-Westfalen) und Tauberbischofsheim (Baden-Württemberg). „Ich fand die Vorträge interessant. Außerdem sieht man nicht jeden Tag einen Nobelpreisträger“, sagt Annika Habermann aus Wolfhagen. Sie war zum ersten Mal beim Science Festival und will 2017 wiederkommen.

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