Aktionstag des Geriatrischen Zentrums am Evangelischen Krankenhaus Weende (EKW)

Tag der offenen Tür: Besucher trainierten im Göttinger Stadtbus

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Richtiges Festhalten im Bus: Das konnten die Teilnehmer des Aktionstages im Evangelischen Krankenhaus am Sonntag üben.

Göttingen. Das Interesse war groß: Etwa 600 Besucher kamen am Sonntag zum Tag der offenen Tür anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Geriatrischen Zentrums am Evangelischen Krankenhaus Weende (EKW).

Bei einem Rollator- und Rollstuhltraining übten Besucher das Ein- und Aussteigen in einen Stadtbus der Göttinger Verkehrsbetriebe. Unterstützung gab es von Busfahrer Peter Wolter und den Mitarbeitern der Ergotherapie des Weender Krankenhauses. Anett Opitz aus Friedland, die mit den Folgen eines Schlaganfalls kämpft, probierte es aus: „Das ist unheimlich hilfreich, vor allem für die Zeit, wo ich noch auf einen Rollator angewiesen bin.“ Was sie vorher nicht wusste: Man muss vorwärts einsteigen, aber rückwärts aussteigen.

Blutdruckmessungen

Bei Führungen durch das Zentrum für Altersmedizin zeigten die Mitarbeiter des Krankenhauses die Physio- und Ergotherapie mit dem Bewegungsbad, den Therapiegarten und eine Station. Sogar ein Blick in ein Krankenzimmer war möglich. Weiterhin erwartete die Besucher Blutzucker- und Blutdruckmessungen, Tests zur Sturzgefahr mit einem Alterssimulations-Anzug, Informationen zu Schluck- und Sprachstörungen, zur richtigen Händehygiene und zum Ehrenamt im EKW, ein Ernährungsquiz und Entspannungsübungen.

Tag der offenen Tür beim Geriatrischen Zentrum in Göttingen

Thekla Kühne (64) testete den Alterssimulationszug, mit dem man sich 15 Jahre älter fühlen kann. „Wenn ich mit Jahren 79 wirklich so fühle, ist das unheimlich mühsam und schwer zu ertragen“, sagt die Göttingerin. Das höhere Alter wird durch Kopfhörer, eine spezielle Brille, zusätzliche Gewichte in Form einer Weste und an den Gelenken simuliert.

Gudrun Hertwig, ebenfalls aus Göttingen, fand es „wunderbar“, dass der Tag der offenen Tür angeboten wurde. „Ich habe ein halbes Jahr im Weender Krankenhaus gelegen. Ich habe es den Ärzten zu verdanken, dass ich noch lebe, weil sie so schnell gehandelt haben.“

Unterhaltung

Bei aller Information kam aber auch die Unterhaltung bei dem Aktionstag nicht zu kurz. Dafür sorgte ein Auftritt der „Swinging Amatörs“ zusammen mit dem Chefarzt der Abteilung Geriatrie, Prof. Dr. Roland Nau, der das Saxophon spielte.

Das Fazit des Chefarztes am Ende des Tages der offenen Tür: „Die Resonanz war durchweg positiv. Die Fachvorträge haben großes Interesse gefunden, ebenso die unterschiedlichen Aktionen.“ 

(bsc/nh)

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