Politiker kämpfen um Heide-Metropole Celle und Uni-Stadt Göttingen

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Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel kam gestern abend nach Celle, um den CDU-Oberbürgermeister-Kandidaten Jörg Nigge zu.

Göttingen. In den sechs Landkreisen Göttingen, Helmstedt, Hildesheim, Leer, Peine und Wittmund wählen Bürger ihre Landräte, in 18 Städten und Gemeinden sowie in 13 Samtgemeinden ihre Bürgermeister direkt und neu.

Deshalb rücken diese Städte in den Fokus der Parteien. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Residenzstadt in der Lüneburger Heide, Celle, wo Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) sein Amt gegen den CDU-Herausforderer Jörg Nigge und die von einer Wählerinitiative aufgestellte Rechtsanwältin Alexandra Martin verteidigen muss.

Das Rennen in der früheren CDU-Hochburg gilt als offen, für den Schlussspurt in der 70 000-Einwohner-Stadt am Südrand der Heide mobilisieren die Parteien ganz große Namen und Nummern: So rückte für die Christdemokraten gestern sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel an.

Das schickte den derzeit im Politbarometer deutlich vor der Kanzlerin rangierenden Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier nach Celle. Er wird heute dort reden und für seine Partei werben.

Schon vorher sorgte CDU-Kandidat Jörg Nigge für Aufsehen, weil er einige Teile des Wahlprogramms der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) abgekupfert hatte. Gute Ideen würden dadurch ja nicht schlechter, konterte der Kandidat alle Vorwürfe.

Ein Wahlprogramm kopieren muss SPD-Landeschef Stephan Weil nicht. Aber der Ministerpräsident spannt sich mit vor den Wahlkampf-Karren. Für die SPD geht es um viel. Ein gutes Ergebnis wäre auch ein Zeichen für die nächste Landtagswahl. Göttingen ist für die SPD und für Weil ein wichtiger Ort, er studierte dort und er kommt gerne zurück. Am Samstag verteilte er mit Genosse Thomas Oppermann  rote Rosen und die wurden – wie immer – gerne genommen.

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