„Zentrale Ermittlungen Migration“ (ZERM)

Polizei bildet Sonderkommission für Straftaten von Migranten

Göttingen/Friedland. Die Göttinger Polizei richtet eine neue Sonderkommission ein. Sie soll Straftaten von Migranten aus den großen Flüchtlings-Sammelunterkünften verfolgen.

Die neue Sonderkommission „Zentrale Ermittlungen Migration“ (ZERM) setzt sich aus vier Beamten aus Südniedersachsen sowie weiteren Ermittlern aus den Polizeiinspektionen Hameln-Pyrmont/Holzminden sowie Nienburg/Schaumburg zusammen. Die Polizisten sind zukünftig ausschließlich für die Verfolgung von Straftaten von Bewohnern des Lagers Friedland sowie der weiteren großen Flüchtlings-Sammelunterkünfte in Hameln (ehemalige Linsingen-Kaserne), Hildesheim (ehemalige Mackensen-Kaserne), Sarstedt (ehemaliges Logistikzentrum) sowie Rinteln bei Schaumburg (ehemalige Prince-Rupert-School der britischen Armee) zuständig.

Die Ermittlergruppe baut auf einem Sonderfachkommissariat auf, das für das Grenzdurchgangslager Friedland im April 2013 eingerichtet worden war. Im Jahr zuvor war dort mit Ermittlungen gegen Intensivtäter aus Georgien begonnen worden.

Göttingens Polizeipräsident Uwe Lührig: „Mit dieser Sonderkommission bündeln wir Ermittlungskompetenz und haben somit eine zentrale ansprechbare Stelle für alle Delikte mit Bezug zu Flüchtlingen.“ Die neue Sonderkommission, die an der Groner Landstraße in Göttingen ihren Sitz hat, soll von dem Fachwissen profitieren, das im landesweit ersten Sonderfachkommissariat für Friedland gesammelt wurde.

Die Beamten bearbeiteten in den vergangenen Jahren sämtliche Straftaten der Migranten. Dabei ging es um Vergehen gegen das Ausländerrecht, aber auch eine Vielzahl von anderen Delikten, wie Körperverletzungen, Bedrohungen und Diebstählen. 

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