Raucherentwöhnung: Medizinstudenten lernen die Beratung

Göttingen. Ein neues Lehrformat soll Studenten fit für die Beratung von Rauchern machen. Mitentwickelt wurde das Projekt von Prof. Dr. Tobias Raupach, Leiter des Bereichs Medizindidaktik und Ausbildungsforschung im Studiendekanat der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

Noch immer ist Rauchen der größte Risikofaktor für Herzinfarkte. Angehende Ärzte können Patienten jedoch of nicht kompetent genug beraten, weil ihnen die nötige Sicherheit fehlt. Gemeinsam mit Psychologen und Ärzten hat Raupach ein neues Lehr-Modell entwickelt, das angehende Mediziner mit langfristigem Lernerfolg trainiere.

„Bisher war es üblich, dass Studierende während des gesamten Studiums nur eine Vorlesung zum Thema hören“, sagt Raupach. Das reiche aber nicht aus, um einen langfristigen Lernerfolg zu erzeugen.

Tobias Raupach

Das neue Konzept setze auf erlebtes Lernen. Vor der eigentlichen Vorlesung schauten sich Studenten ein Video an, in der Vorlesung selbst sei dann eher diskutiert worden. Im Seminar wurden dann die Prinzipien einer Raucherberatung vermittelt.

So sei es auch nach einem halben Jahr noch 84 Prozent der Studenten möglich gewesen rauchende Patienten leitliniengerecht zu beraten, sagt Raupach.

Das neue Lehrkonzept könne auch an anderen medizinischen Fakultäten eingesetzt werden.

• Informationen für Raucher zur Raucherentwöhnungsambulanz der UMG unter: www.herzzentrum-goettingen.de. Archivfoto: privat/nh

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